Getreide

Der Anbau von Getreide nimmt in Bayern eine zentrale Stellung im Ackerbau ein. Der Arbeitsbereich Getreide forscht in Zusammenarbeit mit den Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten sowie mit universitären und außeruniversitären Instituten zu Pflanzenbau und Züchtung. Ein bayernweites Netz von Getreideversuchen und spezifische Forschungsprojekte sind Grundlage für Beratung und Wissenstransfer.

Kontakt
Arbeitsbereich Getreide
Koordination: Dr. Lorenz Hartl
Tel.: 08161 8640-3801
E-Mail: Pflanzenbau@LfL.bayern.de

Produktionstechnik und Sorten

Aktuell

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In Gebieten mit viel Weizen kann die Orangerote Weizengallmücke stark schädigen. Dies ist vor allem in Jahren der Fall, wo kurz vor der Weizenblüte feuchte Bodenbedingungen herrschen. Regelmäßig tritt sie in den unterfränkischen Landessortenversuchen auf.
In Gegenden, in denen es in letzter Zeit stärker geregnet hat, sollten deshalb abends die Weizenbestände begangen werden. Bodennah schwirren auf Befallsflächen, insbesondere nach Vorfrucht Weizen, die etwa 2 mm großen, deutlich orangeroten Mücken und belegen an windstillen Abenden die Ährchen mit ihren Eiern. Besonders schädigend sind die Larven dieser Mücken an Durum, weil sie zur Dunkelfleckigkeit/Stippen am Korn führen und somit den Durum für Pasta ungeeignet machen. Wird in den Abendstunden massenhaft die Orangerote Weizengallmücke festgestellt (Orientierungswert ist 1 Mücke pro Pflanze), sollte zeitnah eine Insektizidbehandlung erfolgen, weil nach der Eiablage keine Wirkung mehr erzielt werden kann. Oft reicht auch eine Randbehandlung in Richtung eines Vorjahresweizens. Die Spritzung sollte in den Abendstunden erfolgen. Mit Blühbeginn kann die Orangerote Weizengallmücke die Ährchen nicht mehr belegen, eine Spritzung nach Blühbeginn ist deshalb zwecklos.
Folgende Sorten sind gegen die Orangerote Weizengallmücke resistent und brauchen nicht behandelt werden: Komponist (E) Lemmy, LG Character, LG Initial (A), Sheriff (B) und KWS Keitum (C). Gegen die ebenfalls häufiger vorkommende Gelbe Weizengallmücke gibt es dagegen derzeit keine Sortenresistenzen.

Qualitätsweizenanbau unter den Bedingungen der novellierten Düngeverordnung

Winterweizenparzellen auf dem Feld

Die Backqualität des Weizens wird am Getreidemarkt vor allem anhand des Rohproteingehalts definiert. Einige neue ertragreiche Sorten weisen auch bei geringem Rohprotein- und Feuchtklebergehalt eine gute Backqualität auf. Aufgrund der derzeitig geringen Qualitätszuschläge zeigt der Handel allerdings keine Neigung derartige Qualität separat zu verwerten.  Mehr

Online-Seminar Braugerste

Versuchsdüngerstreuer

Der Verein zur Förderung des Qualitätsgerstenanbaues in Bayern e.V. und die Braugerstengemeinschaft e.V. haben am 22. Februar 2021 ein Online-Seminar zum Thema "Düngestrategien zur Optimierung des Rohproteingehalts bei neuen, ertragreichen Braugerstensorten zur Erzielung eines marktgerechten Rohproteingehaltes" durchgeführt.   Mehr

Prüfung der Winterfestigkeit von Wintergetreide in der Kastenanlage

geöffnete Auswinterungskästen mit Wintergetreide bepflanzt

Jetzt sind wieder große Unterschiede zu erwarten. Durch die milden Winter liegen seit einigen Jahren keine Ergebnisse zur Winterfestigkeit der Wintergetreidesorten vor. Zuletzt waren im Jahr 2012 starke Auswinterungsschäden in Franken zu beklagen. Die Kastenanlage ist ein wertvolles Hilfsmittel zur Einschätzung der Winterfestigkeit von Wintergetreidesorten.  Mehr

Agronomische Eigenschaften und Qualität der 2020 zugelassenen Sommergerstensorten

Grafik

Das Bundessortenamt hat Ende 2020 insgesamt elf neue Sommergerstensorten zugelassen. Sieben der neuen Sorten zeigten in der Wertprüfung eine gute Brauqualität und wurden daher im Berliner Programm der Braugerstengemeinschaft geprüft. Der Sortensteckbrief soll eine erste Einschätzung der neuen Sorten hinsichtlich ihrer möglichen Eignung für den Anbau und die Verarbeitung auf der Grundlage der Wertprüfungsergebnisse bieten.  Mehr

Sommerweizen – Aktuelle Ergebnisse aus der Praxis und den Landessortenversuchen

hk

Heuer wurden im Frühjahr rund 4.200 ha Sommerweizen in Bayern gesät, ähnlich wie im Vorjahr. Sein Anteil an der Getreidefläche beträgt derzeit nur ein halbes Prozent. Nicht erfasst wird bei dieser Flächenerhebung der im Spätherbst ausgebrachte Sommerweizen. Dieser wird in der Statistik meist zu den Winterweizen gezählt.  Mehr

Sommergerste – Aktuelle Ergebnisse aus der Praxis und den Landessortenversuchen

Sommergerstenähren im Feldbestand

In Bayern stand heuer auf rund 93.400 Hektar Sommergerste. Die Praxis erntete im Schnitt 54 dt/ha. Die Erträge übertreffen das Zehnjahresmittel somit um 2 dt/ha. Vollgerstenanteil, Hektolitergewicht und Tausendkorngewicht sind überdurchschnittlich, der Rohproteingehalt liegt mit 10,9 Prozent im gewünschten Bereich.  Mehr

Hafer – Aktuelle Ergebnisse aus der Praxis und den Landessortenversuchen

Haferähren

Die Haferfläche erreichte im Vorjahr mit 21.000 ha ihren Tiefpunkt in Bayern, Dieses Jahr wurde der Anbau deutlich ausgeweitet und betrug 27.300 Hektar. Der Ertrag lag bei den konventionell bewirtschafteten Betrieben mit rund 54 dt/ha über dem langjährigen Durchschnitt. Grundsätzlich sollte bei der Sortenwahl auf hohe und stabile Erträge, Standfestigkeit, Strohstabilität sowie auf eine gleichmäßige Korn-Stroh-Abreife geachtet werden.  Mehr