Die Weiße Lupine in Anbau, Forschung und Züchtung

Weiße Lupine in voller Blüte
Die Weiße Lupine als wertvolles Fruchtfolgeglied für die bayerische Landwirtschaft
Als Körnerleguminose bietet die Weiße Lupine vielfältige Vorteile in der Fruchtfolge. Sie wirkt durch ihr starkes Wurzelsystem bodenlockernd, bindet Stickstoff durch die Symbiose mit Knöllchenbakterien und mobilisiert schwer lösliche Phosphate durch Wurzelausscheidungen. Ihr Vorfruchtwert im konventionellen sowie ökologischen Landbau ist dadurch hoch. Die Weiße Lupine (Lupinus albus) ist von allen in Deutschland kultivierten Lupinenarten für den Anbau in Bayern am besten geeignet. Die Schmalblättrige Lupine (L. angustifolius) wird hingegen v. a. in Mittel- und Norddeutschland angebaut. Die Gelbe Lupine (L. luteus) hat aktuell kaum Anbaubedeutung in Deutschland.
Standortansprüche und Anbau

Jungpflanzen der Weißen Lupine Mitte Mai
Anthraknose
Typische Symptome bei Anthraknosebefall sind:
- bogenförmig verdrehte Haupt- und Nebentriebe
- Nekrosen mit orangen Sporenlagern (Brennflecken)
- Welke und Absterben von Trieben
- verkümmerte, häufig keine Hülsen
- deformierte, verfärbte Körner
Alkaloidgehalt
Forschung und Züchtung

Gefäßversuch der LfL zur Untersuchung verschiedener Einflussfaktoren auf den
Alkaloidgehalt
Verwendungsmöglichkeiten

Die vielseitig einsetzbaren Körner sollten möglichst wenig Alkaloide enthalten
Forschungs- und Innovationsprojekt
BitterSweet – Weiße Süßlupinen sollen durch Forschung und Züchtung wieder verlässlich süß und weniger bitter werden
Die Weiße Lupine ist als Leguminose eine wertvolle Kultur auf dem Acker und bietet hochwertiges Eiweiß für die Ernährung von Tier und Mensch. Die Körner enthalten ungünstige Bitterstoffe in schwankenden Mengen, welche zunehmend zur Herausforderung bei der Verwertung werden. Im Forschungprojekt BitterSweet sollen Einflussfaktoren von Umwelt und Genetik identifiziert und Lösungsgrundlagen erarbeiten werden. Mehr