Silomais Reifemonitoring

Maispflanzenfeld

In einem Projekt der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Landwirtschaftlichen Wochenblatt werden immer ab Mitte August im wöchentlichen Abstand Trockensubstanzgehalte von fünf Silomais-Sorten in verschiedenen Regionen Bayerns erfasst und veröffentlicht.
Dies ist ein weiteres Instrument zur Ernteplanung bei Silomais für die landwirtschaftliche Praxis in Bayern.

Silomaisernte zum Abschluss bringen

In ganz Bayern schritt heuer die Silomaisreife recht langsam voran. Trotzdem ist mittlerweile an allen Monitoringstandorten ein ausreichendes Reifestadium erreicht, um die Ernte zum Abschluss zu bringen. An den noch verbleibenden Standorten des Silomais-Reifemonitorings lag der Zuwachs an TS in der letzten Woche bei nur noch rund 0,5%. Nur an dem Standort Almesbach (Weiden i.d.Opf.) war bei der Sorte P 8888 (S280) zum Probenahmetermin am 08.Oktober mit 28,5% noch keine ausreichende Abreife für eine gute Silierfähigkeit und optimale Futterqualität gegeben.
In den klimatisch günstigeren Regionen sollte mittlerweile kein Silomais mehr auf den Flächen stehen. Hier lassen TS-Werte von über 40%, wie zum Beispiel an den Standorten Ruhstorf an der Rott, Rotthalmünster (beide LKr. Passau) und Steinach (Straubing-Bogen) keine vernünftige Silierung mehr zu. In diesen Regionen ist die Reife schon so weit fortgeschritten, dass hier bereits mit der Körnermaisernte begonnen wurde.
Falls doch noch überreife Bestände als Silomais beerntet werden müssen, sollte man bedenken, dass sich zu spät geernteter Silomais nicht mehr so einfach verdichten lässt. Deshalb sollte man in diesem Fall kurz häckseln (max. 4mm – 6mm) und auf ein hohes Walzgewicht achten. Um eine ordnungsgemäße Gärung zu gewährleisten können bei sehr trockenem Material auch Siliermittel zum Einsatz kommen. Des Weiteren sollte man bei problematischen Material auf eine ausreichende Gärdauer achten. Die Verschlusszeit sollte mindestens sechs, besser acht Wochen betragen. Weitere Informationen dazu gibt es im Internetangebot der Bayerischen Landesanstalt unter: https://www.lfl.bayern.de/ite/futterwirtschaft/197190/index.php
Das Silomais- Reifemonitoring ist für dieses Jahr abgeschlossen.

Reifemonitoring: 9. Messung am 08.10.2021

Die Werte geben den Trockensubstanzgehalt der jeweiligen Sorten in Prozent an
Ort (Landkreis)KWS Johaninio
S210
KWS Johaninio
S210
Leguan
S230
Leguan
S230
ES Bond
S240
ES Bond
S240
ES Palladum
S250
ES Palladium
S250
P 8888
S280
P 8888
S280
01.10.08.10.01.10.08.10.01.10.08.10.01.10.08.10.01.10.08.10.
Traunreut
(Traunstein)
35,0*34,6*34,5*33,1*32,5*
Landsberg
(Landberg/Lech)
30,4*32,3*31,5*31,7*26,5*
Utting
(Landsberg/Lech)
30,5*29,9*29,0*30,1*26,8*
Günzburg
(Günzburg)
32,7*33,6*31,4*29,6*29,4*
Puch
(Fürstenfeldbruck)
32,838,034,438,533,132,331,133,131,032,0
Strass
(Neuburg-Schrobenhausen)
39,037,535,738,033,435,933,636,130,633,9
Buchdorf
(Donau-Ries)
**********
Fraunberg
(Erding)
36,336,835,936,034,835,234,434,031,732,6
Regenstauf
(Regensburg)
36,3*35,4*33,8*36,0*32,6*
Steinach
(Straubing-Bogen)
45,4*42,1*38,8*37,9*35,1*
Rotthalmünster
(Passau)
41,4*41,0*36,6*36,2*32,2*
Ruhstorf a.d.Rott
(Passau)
49,153,345,942,946,842,440,138,042,842,0
Almesbach
(Weiden i.d.OPF))
34,437,731,133,830,031,829,231,326,928,5
Schwarzenau
(Kitzingen)
*******
***
Bayreuth
(Bayreuth)
33,9*34,4*33,4*32,7*31,4*
Merkendorf
(Ansbach)
36,2*34,8*33,4*33,5*30,3*
Mittelwert36,740,735,837,834,335,533,534,531,433,8

Hilfreiche Informationen vom Institut für Tierernährung zur Silierung von trockengeschädigtem Mais und zum Einsatz von Siliermitteln:

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