Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung
Kulturpflanzenvielfalt – Arznei- und Gewürzpflanzen, pflanzengenetische Ressourcen

Besondere und neue Kulturen sowie alte Kultursorten sind reizvolle Alternativen für Produzenten, Konsumenten und die Umwelt in Bayern. Für einen ökologisch und ökonomisch nachhaltigen Anbau brauchen die Betriebe solides Wissen, geeignetes Pflanzenmaterial und Absatzmöglichkeiten. Dieses zu erarbeiten und zu vermitteln ist die Aufgabe der Arbeitsgruppe Kulturartenvielfalt. Sie finden hier allgemeine Informationen und Ergebnisse unserer Forschung zu Arznei- und Gewürzpflanzen, neuen Kulturarten und pflanzengenetischen Ressourcen. Wir haben dabei die ganze Wertschöpfungskette im Blick von der Züchtung bis zum Konsumenten und sind sowohl mit der Praxis als auch der Wissenschaft vernetzt.

Im Fokus

Erdnussanbau in Bayern

Ein Mann zeigt eine frisch ausgegrabene Erdnusspflanze mit Hülsen.

Dr. Klaus Fleißner bei der Ernte

Sollten die Klimamodelle zutreffen, so muss sich auch die bayerische Landwirtschaft auf den Klimawandel einstellen. Neben einer Anpassung pflanzenbaulicher Maßnahmen können auch neue, hier bisher noch nicht angebaute landwirtschaftliche Kulturarten dabei helfen. In der neuen LfL Arbeitsgruppe Kulturpflanzenvielfalt ist man auf der Suche nach solchen Kulturarten und hat 2021 einen Versuchsanbau mit der Erdnuss an drei LfL-Versuchsstandorten durchgeführt.  Mehr

Pflanzen- und umweltgerechte Düngung von Arznei- und Gewürzpflanzen in Bayern 2022

Traktor mit Schleuderstreuer auf dem Feld

Die Feldkulturen der Arznei-, Tee-, Gewürz- und Kosmetikpflanzen müssen wie alle anderen Feldfrüchte entsprechend ihrem Bedarf und umweltgerecht gedüngt werden. Die neue Düngeverordnung (DüV) regelt unter anderem die Ermittlung des Stickstoff- und Phosphor-Düngebedarfs sowie die N- und P-Nährstoffbilanzierung neu. Die dazu notwendigen Zahlen und Informationen für die Betriebe mit Arznei- und Gewürzpflanzen in Bayern hat die LfL zusammengestellt.   Mehr

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Forschungsprojekte

Optimech – Optimierung der Unkrautregulierung im Anbau von Arnzei- und Gewürzpflanzen

Einsatz der Fingerhacke in Arnica montana 4 Wochen nach der Pflanzung

Unkräuter in Arznei- und Gewürzpflanzenkulturen stehen nicht nur im Wettbewerb mit der Kultur, sie beeinträchtigen auch die Produktqualität bis hin zur Unverkäuflichkeit. Daher ist eine effektive, ökonomisch tragfähige Unkrautregulierung unerlässlich. Das wichtigste Werkzeug ist dabei die mechanische Unkrautregulierung. Die Bekämpfung der Unkräuter in der Pflanzenreihe ist dabei die größte Herausforderung. Dieser stellt sich auch das Forschungsprojekt Optimech, um Handlungsempfehlungen für die Praxis zu erarbeiten.  Mehr

Informationen zu Kulturen (Kulturanleitungen)

Arznei- und Gewürzpflanzen

junger Bestand Arzneipflanzen

Kulturanleitungen sind die wichtigsten Grundlagen für ein modernes Kultivierungsverfahren. Anbau- und Ernteempfehlungen liefern dem Praktiker möglichst viele Hinweise für einen erfolgreichen Feldanbau qualitativ hochwertiger Rohware im Rahmen eines umweltverträglichen Anbaues.  Mehr

Steckbriefe: Chinesische Heilpflanzen im bayerischen Anbau

Pflanzenfeld

Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) nutzt Pflanzen zur Heilung verschiedenster Krankheiten. Die LfL hat Steckbriefe für diese Heilpflanzen aus bayerischem Anbau von Angelica dahurica (Sibirische Engelwurz) bis Xanthium sibiricum (Sibirische Spitzklette) zusammengestellt.  Mehr

Allgemeine Anbau- und Verarbeitungsverfahren

Kompaktinfo für Interessierte am Arznei- und Gewürzpflanzenanbau

Blühendes Feld mit Echter Arnika, Arnica montana

Was muss ich als Neueinsteiger über Heil-und Gewürzpflanzen wissen? Die nachfolgenden Informationen dienen als Wegweiser und informieren über pflanzenbauliche Ansprüche, Absatzmöglichkeiten und technische Notwendigkeiten für einen erfolgreichen Einstieg in den feldmäßigen Anbau.  Mehr

Wasserdampf-Destillation ätherischer Öle aus frischen oder angewelkten Pflanzen

Destillationsapparat

An der Landesanstalt ist es gelungen, ein optimiertes Verfahren und eine optimierte Anlage zur Wasserdampf-Destillation nuturnaher, authentischer ätherischer Öle zu entwickeln.   Mehr

Untersuchungen

Status-Quo-Analyse zur Unkrautregulierung im ökologischen Arznei- und Gewürzpflanzenanbau in Bayern

Die LfL und der Förderverein Ökoplant e.V. bearbeiten derzeit im Rahmen eines Projekts das Thema Unkrautregulierung im ökologischen Arznei- und Gewürzpflanzenanbau in Bayern. Mit einer Befragung von Ökobetrieben in Bayern und Umgebung, von deutschen Anbauberatern und internationalen Geräteherstellern soll erstmals ein umfassendes Bild der Unkrautregulierungspraxis im ökologischen Anbau erstellt werden.  Mehr

Einfluss verschiedener Schattierungs- und Mulchmaterialien auf Wachstum und Ertrag von Bärlauch

Bisher stammt das Erntegut von Bärlauch fast ausschließlich aus Wildsammlung. Kleinere Anbauversuche in der Praxis blieben erfolglos oder waren viel zu aufwändig und es gab kein praktikables Feldanbauverfahren. Bärlauch scheint empfindlich gegen zu starke Sonneneinstrahlung und Spätfröste zu sein. In mehrjährigen Feldversuchen untersuchte die LfL verschiedene Schattier- und Frostschutzmaterialien auf ihre Eignung im Hinblick auf Qualität, Wachstum und Ertrag.   Mehr

Volltextalternative zu den Videos Genuss-Schätze Bayern
Die beiden Kurzfilme beschreiben beispielhaft, wie sich die Arbeit der LfL Arbeitsgruppe Kulturpflanzenvielfalt mit praktischen Wertschöpfungsketten verbindet. Die von Dr. Klaus Fleißner wiederentdeckte alte Weizensorte Freisinger Landweizen fand bei der Freisinger Bäckerei Geißenhofer ein neues Zuhause, denn die Arbeitsphilosophie von Bäckermeister Stefan Geißenhofer aus Freising setzt auf Zutaten und Rohstoffe aus der Region sowie handwerkliches Können. Herr Geißenhofer verzichtet für seine Produkte auf künstliche Zusätze oder fertige Backmischungen, sondern produziert die Teige für seine Brote ohne Hefe, sondern mit Weizen-Sauerteig und langen Gehzeiten. Diese handwerkliche Arbeitsweise kommt alten Sorten wie dem Freisinger Landweizen entgegen und eröffnet auf Grund der von Verbrauchern empfundenen besseren Verträglichkeit und besonderen Geschmacksnote der Produkte, neue Vermarktungsperspektiven als bayerische Genuss-Schätze, für die der Kunde auch gerne bereit ist, etwas mehr zu bezahlen.