Mykotoxinanalytik
Analytik von Nährstoffen, Wirkstoffen und biologischen Systemen
Die partielle Taubährigkeit oder Ährenfusariose ist eine bedeutende weltweit auftretende Getreidekrankheit, die von einer Reihe von Pilzen der Gattung Fusarium verursacht wird und zu hohen Ertragseinbußen bis hin zum Totalausfall führen kann. Eine Infektion der Pflanze kann insbesondere bei feuchtwarmer Witterung zur Zeit der Blüte erfolgen und zu einer erheblichen Qualitätsminderung durch die Bildung toxischer sekundärer Pilzinhaltsstoffe (Mykotoxine) im Getreidekorn führen. In der Abteilung Laboranalytik wird das wichtige Fusariumleittoxin Deoxynivalenol im Rahmen Institutsübergreifender Projekte und Aufgaben seit 1990 routinemäßig gemessen. Darüber hinaus werden regelmäßig repräsentative Getreideproben aus ganz Bayern untersucht, um einen Überblick über die jährliche Befalls-Situation zu erhalten.
Fusariumtoxine
Zoombild vorhanden
Chemische Strukturen von Typ-B und Typ-A Trichothecenen
Für Deoxynivalenol gibt es unter der EU-Verordnung 1881/2006 Grenzwerte für Getreide und Getreideprodukte für den Lebensmittelbereich. Für unverarbeitetes Getreide liegt der Wert bei 1250 µg/kg.
Analytik von DON
Zoombild vorhanden
Mit Deoxynivalenol kontaminierter Weizen
Ansprechpartner
Dr. Johann Rieder
Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft, Abteilung Laboranalytik
Lange Point 4, 85354 Freising
Tel.: 08161 8640-3080
E-Mail: AQU@LfL.bayern.de

