Pressemitteilung – 03. Juni 2026, Ilmendorf, Landkreis Pfaffenhofen a.d. Ilm
LfL-Feldtag: Großes Interesse an der Zwischenfruchteinarbeitung im Hopfenanbau
Rund 140 Besucherinnen und Besucher informierten sich Ende Mai beim Feldtag der Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) zur Zwischenfruchteinarbeitung am Hopfenbaubetrieb Lechner bei Ilmendorf. Die Veranstaltung fand im Zuge des Modell- und Demonstrationsvorhabens Humusaufbau im Hopfenanbau (MuD HumusHopfen) statt und stieß auf großes Interesse bei Hopfenpflanzern sowie Vertretern der Hopfenwirtschaft.
Zoombild vorhanden
Betriebsleiter Johannes Lechner stellt den Besuchern sein Zwischenfrucht-Management vor (Foto: Maximilian Lutz, LfL).
Im Rahmen des MuD HumusHopfen werden an deutschlandweit insgesamt zehn Demonstrationsbetrieben Maßnahmen zum Humusaufbau unter Praxisbedingungen erprobt. Das Vorhaben wird von der LfL gemeinsam mit dem Hopfenring e.V. umgesetzt. Neben der wissenschaftlichen Begleitung steht insbesondere der Wissenstransfer in die hopfenbauliche Praxis im Mittelpunkt. Wie die Umsetzung in der Praxis aussehen kann, zeigte auch der gelungene Feldtag.
Nachdem Projektleiter Johann Portner die Teilnehmer begrüßte, folgte eine praktische Demonstration verschiedener Verfahren zur Zwischenfruchteinarbeitung. Auf einer Versuchsfläche mit einem bereits im Herbst 2025 zwischen den Hopfenreihen etablierten Zwischenfruchtbestand aus Roggen, Wicke und Inkarnatklee wurden unterschiedliche Bodenbearbeitungssysteme unter praxisnahen Bedingungen vorgestellt und miteinander verglichen.
Zum Einsatz kam ein Grubber mit Gänsefußscharen und hydraulisch absenkbaren Zinken, eine Scheibenegge, eine Kombination aus Kurzgrubber und Kreiselegge, ein Dyna Drive (zwei über Bodenkontakt angetriebene Rotoren mit Löffelzinken) sowie eine Kombination aus einem gegenläufigen Frontmähwerk und einer Bodenfräse. Besonderes Augenmerk lag dabei auf der Bodenbearbeitungswirkung, dem Einarbeitungsgrad der Zwischenfrüchte sowie auf Flächenleistung und Kraftstoffeffizienz der einzelnen Verfahren.
Gefördert wird das Modell- und Demonstrationsvorhaben durch das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH), die Projektträgerschaft liegt bei der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR). Ziel des Projektes ist es, durch praxisnahe humusfördernde Maßnahmen wie z.B. den Zwischenfruchtanbau den Humusaufbau und -erhalt in landwirtschaftlich genutzten Böden zu fördern und so CO2 dauerhaft zu speichern.
Neben dem Beitrag zum Klimaschutz bietet der Zwischenfruchtanbau weitere positive Effekte: Beispielsweise wird überschüssiges Nitrat über den Winter in den Pflanzen gebunden und so vor einer Auswaschung ins Grundwasser bewahrt. Gleichzeitig trägt die Bodenbedeckung dazu bei, Erosion zu vermindern und die Bodenfruchtbarkeit langfristig zu erhalten.
Weitere Informationen:
Betriebsleiter Johannes Lechner stellt den Besuchern sein Zwischenfrucht-Management vor (Foto: Maximilian Lutz, LfL).
Johann Portner, Projektleiter, begrüßete die Gäste beim MuD-HumusHopfen-Feldtag (Foto: Maximilian Lutz, LfL).
Eingangs stellte Projektkoordinator Maximilian Lutz das Modell- und Demonstrationsvorhaben kurz vor (Foto: Johann Portner, LfL).
Die Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) ist das Wissens- und Dienstleistungszentrum für die Landwirtschaft in Bayern. Sie ist dem Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus unmittelbar nachgeordnet und erarbeitet Entscheidungsgrundlagen für Landwirte und Berater sowie die Politik und Verwaltung. Die Hauptstandorte der LfL sind Freising und Grub-Poing. Ihre Aufgabenfelder sind die anwendungsorientierte Forschung, die Ausbildung, die Beratung und der Hoheitsvollzug. Mit Ihrer Arbeit unterstützt die LfL eine nachhaltige und ressourcenschonende Landwirtschaft sowie eine vielfältige Kulturlandschaft.

