Pressemitteilung – 27. Oktober 2021, Grub
Mehr Kuhglocken auf Bayerns Wiesen

Während die Weidehaltung im Bundesgebiet zwischen 2010 und 2020 um elf Prozent abgenommen hat, werden in Bayern sogar zwei Prozent mehr Milchkühe auf der Weide gehalten. „Mit der Weidehaltung können die Milchviehhalter in Bayern am Markt bestehen und deutlich machen, wie gut sie ihre Tiere halten. Möglich ist das Plus an Weidetiere nicht nur dank der Weideprämie im Freistaat, sondern auch wegen der Forschung und Aufklärung der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft“, sagt Stephan Sedlmayer, Präsident der LfL. Gerade für Betriebe mit aktuell ganzjähriger Anbindehaltung könne die Kombinationshaltung, mit einer Anbindehaltung im Winter und einer Weidehaltung in den Sommermonaten, eine lohnende Alternative darstellen.

Weidehaltung KüheZoombild vorhanden

Weidehaltung gefragt

In Bayern haben laut Statistischem Bundesamt 2020 insgesamt 6.460 Betriebe angegeben, dass sie Ihren Kühen Weidegang bieten, insgesamt handelt es sich um 200.800 Kühe. Damit ist Bayern das einzige Bundesland, in dem der Anteil von Milchkühen auf der Weide in den letzten zehn Jahren gestiegen ist. Die LfL leistet damit einen wichtigen Beitrag, damit das Tierwohl und die Wertschöpfung auf den bayerischen Bauernhöfen gesteigert werden kann. Spezialitäten aus Weidemilch sind bei den Verbrauchern zunehmend beliebt und finden ihre Liebhaber.

Die Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) ist das Wissens- und Dienstleistungszentrum für die Landwirtschaft in Bayern. Sie ist dem Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten unmittelbar nachgeordnet und erarbeitet Entscheidungsgrundlagen für Landwirte und Berater sowie die Politik und Verwaltung. Die Hauptstandorte der LfL sind Freising und Grub-Poing. Ihre Aufgabenfelder sind die anwendungsorientierte Forschung, die Ausbildung, die Beratung und der Hoheitsvollzug. Mit Ihrer Arbeit unterstützt die LfL eine nachhaltige und ressourcenschonende Landwirtschaft sowie eine vielfältige Kulturlandschaft.