19. Hengsttage des Deutschen Sportpferdes 2022

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"Small Edition" in München-Riem. Vom 19. bis 22. Januar 2022 öffnete die altehrwürdige Olympia-Reithalle auf der schönsten Reitanlage der bayerischen Landeshauptstadt ihre Tore für die diesjährige Junghengstkollektion des Deutschen Sportpferdes.

81 Hengste traten in diesen Tagen die Reise nach München an und bewarben sich um den ersten Schritt zur Zuchtzulassung, 34 aus dem Spring- und 47 aus dem Dressurlager. Insgesamt 41 erhielten von der Körkommission, bestehend aus Torsten Große-Freese (Bayern), Dr. Carina Krumbiegel (Baden-Württemberg), Antje Lembke (Brandenburg-Anhalt), Gita Zühlsdorf (Rheinland-Pfalz-Saar), Christian Kubitz (Sachsen-Thüringen) sowie den Sport­kommissaren Jörg Schrödter (Dressur) und Andy Witzemann (Springen), ein positives Körurteil, bei den Spring-Youngstern wurden sechs und bei den künftigen Vierecksaspiranten acht mit einem Prämientitel ausgezeichnet.

Pandemiebedingt waren leider auch in diesem Jahr keine Zuschauer vor Ort zugelassen, die Körtage wurden aber wieder kostenfrei über alle Tage hinweg auf ClipMyHorse und TV live störungsfrei übertragen. Da die Online-Auktionen erst eine Woche später stattfanden, konnten die Hengstvideos bis dahin auch weiter kostenfrei angesehen werden.
Des Weiteren blieben situationsbedingt auch in diesem Jahr die Disziplinen wieder getrennt. Den Auftakt bildeten am Mittwoch die Springhengste, die nach der Pflastermusterung ihr erstes Freispringen, eine In-Out-Reihe mit abschließendem Oxer, absolvierten, bevor sie am Donnerstag noch einmal in der "klassischen" Freispringgasse ihr Vermögen präsentieren konnten. Direkt im Anschluss vergab die Körkommission die begehrten Urteile "süddeutsch gekört" und verlieh den Sieger- sowie die Prämientitel. Das zweite Freispringen wurde für die Zuschauer an den Bildschirmen fachlich kompetent und kurzweilig von Hendrik Schulze Rückamp und Maximilian Weishaupt kommentiert.

Der Donnerstagabend begann für die Dressurhengste mit dem Freispringen, bevor es am Freitagmorgen aufs Pflaster ging. Trotz des kurzzeitigen Wintereinbruchs am vorangegangenen Abend war der Boden zwischen der Olympia-Reithalle und dem Alten Verwaltungsgebäude für die Hengste in einem guten Zustand. Das am Nachmittag stattfindende Longieren kommentierten Hendrik Schulze Rückamp und Oliver Oelrich fachkompetent und mit vielen Hintergrundinformationen zu den Youngstern. Am Samstagvormittag folgte das Freilaufen der jungen Dressuraspiranten, bevor der bayerische Zuchtleiter Torsten Große-Freese (LfL) auch hier die Urteile der Körkommission, "süddeutsch gekört" und "nicht gekört", verkündete.
Da im vergangenen November die Stuttgart German Masters coronabedingt nicht stattfanden, wurde im Anschluss an die Körurteile der Masters-Hengst 2021 gekürt. Des Weiteren wurde der DSP-Elitehengst 2022 herausgestellt, bevor der diesjährige Sieger- sowie die Prämienhengste des Dressurlots verkündet wurden.
An allen Körtagen stellten die Stewarts Klaus Eikermann und Hans Speth den pferdegerechten Umgang mit den Hengsten sowie die korrekte Verwendung der Ausrüstung sicher.

34 Hengstanwärter stellten sich im Springlot der Körkommission

Insgesamt stellten sich 34 Hengstanwärter im Springlot den kritischen Augen der Körkommission, 18 von ihnen schafften den ersten Schritt zur Zuchtzulassung, sechs Youngster wurden mit einer Prämie ausgezeichnet, darunter der Siegerhengst. 15 der Köraspiranten stammten aus den Zuchtgebieten des Deutschen Sportpferdes, neun von ihnen wurden mit einem positiven Körurteil versehen und drei schafften den Sprung ins Prämienlot. Von den drei in Bayern gezogenen Deutschen Sportpferden erhielten zwei das Prädikat "süddeutsch gekört".

Siegerhengst Springen

Siegerhengst beim Springen auf SandbodenZoombild vorhanden

Siegerhengst Springen DSP BaWü von Casino Grande/Havana Club/Cornet Obolensky.
Foto: Hubert Fischer

Der Springsieger der 19. DSP-Hauptkörung stammt aus dem DSP-Zuchtgebiet Baden-Württemberg und wurde von Antonius Schulze-Averdiek, Rosendahl, gezogen sowie ausgestellt. Der Sohn des Casino Grande aus Havanna Cola v. Havanna Club/Cornet Obolensky wusste nicht nur an allen Körtagen, sondern auch in allen Belangen absolut zu überzeugen. Der Braune präsentierte sich stets temperamentsüberlegen und wach. Am Sprung zeigte er sich hochelastisch bei viel Übersicht. Auch sein Bewegungsvortrag war geprägt von guter Balance, besonders hervorzuheben ist seine sehr gute Galoppade. "Unser Siegerhengst hatte alles, was sich das Springreiterherz wünscht", so Sportkommissar Andy Witzemann. Im Rahmen der Online-Auktion wechselte der qualitätsvolle Hengst, mittlerweile auf den Namen Casino Cornet getauft, für 65.000 Euro auf die Hengststation Sosath, Lemwerder. Hier sind bereits sein Vater, Casino Grande, und sein Großvater väterlicherseits, Casino Berlin, zuhause.

Prämienhengste Springen

Das diesjährige Prämienlot bei den springbetonten Youngstern umfasste weitere fünf Hengste, zwei davon aus DSP-Zuchtgebieten. Der Sohn des DSP-Elitehengstes Askari aus der Staatsprämienstute Dileyla v. Diarado/Levisto wurde von der Zuchtgemeinschaft Rolf und Angelika Netzband, Salzwedel-Mahlsdorf, gezogen und von Joachim Heidenreich, Eschede, ausgestellt. Der Dunkelbraune aus dem DSP-Zuchtgebiet Brandenburg-Anhalt bestach nicht nur mit seiner tollen Blutkombination, sondern auch mit sehr viel Qualität am Sprung sowie einem hervorragenden Galopp und stets guter Balance.
Aus der holsteinischen Zucht von Rita Moser, Lambrechten (AUT), kam der Prämienhengst von Diamant de Semilly aus der Amira VI v. Cassini I/Sir Shostakovich xx. Der mit sehr viel Ruhe, Übersicht und Vermögen ausgestatte Braune wurde von Jürgen Laue, Gerbstedt, ausgestellt.
Gezogen von der Verhagen Horse Service, LP Boekel (NLD), und ausgestellt von der Schep International Trade BV, Tull en’t Wall (NLD), erhielt das Oldenburger Springpferd von Herakles aus der Nelleke-VHS v. Zirocco Blue/Corland ebenfalls den Prämientitel. Der maskuline Braune präsentierte sich mit beeindruckender Technik, Bascule und hervorragenden Reflexen.
Ein Sohn des Nixon van het Meulenhof aus der Iona v. Chacco-Blue/Peter Pan präsentierte sein nahezu grenzenloses Vermögen äußerst souverän, mit viel Ruhe und Übersicht. Der KWPN stammt aus der Zucht von Egbert Schep, Tull en’t Wall (NLD), und wurde von der Schep International Trade B.V., Tull en’t Wall (NLD), ausgestellt.
Aus dem DSP-Zuchtgebiet Baden-Württemberg stammte der wunderschöne und leichtfüßige Sohn des Uno I aus der Capital Queen D v. Con Capitol/Araconit. Der mit viel Übersicht und locker vom Boden wegspringende Dunkelbraune wurde von Otmar Dittes, Bretten, gezogen und von Stefan Schumacher, Hamm, ausgestellt.

Gekörte Springhengste Bayern

Der moderne und blutgeprägte Sohn des Cascadello I aus der Staatsprämienstute Energy K v. Comte/Landjonker kam aus dem erfolgreichen Züchterstall von Robert und Petra Knott, Vohburg/Irsching. Der mit viel Vermögen, Schnellkraft und blitzschnellen Reflexen ausgestattete Braune wurde von Horse-Land Speyer, Viernheim, auf der DSP-Fohlenauktion "Shooting Stars" 2019 entdeckt und auch an diesen Hengsttagen ausgestellt.
Aus der Zucht von Dr. Helmut Feigl, Beutelsbach, stammte der Sohn des Manchester van’t Paradijs aus der Ovonne v. Ahorn/Sultan. Ausgestellt von Sabine Lehner, München, begeisterte der hochmoderne, sich mit viel Ausdruck präsentierende Braune die Kommission. Locker und bergauf in seinem Bewegungsvortrag sprang der Hengst immer hocheffizient und mit sehr viel Übersicht.
Im Dressurlot präsentierten sich 47 Junghengste

47 Junghengste präsentierten sich im Dressurlot, 23 erhielten ein positives Körurteil und acht von ihnen wurden in diesem Jahr mit einer Prämie ausgezeichnet, einschließlich des Siegerhengstes. Aus den DSP-Zuchtgebieten kamen insgesamt 21 Hengstanwärter, 12 von ihnen schafften den ersten Schritt der Zuchtzulassung und fünf wurden mit einer Prämie ausgezeichnet. Das bayerische DSP-Zuchtgebiet entsandte in diesem Jahr sieben Hengste auf das Körparkett, vier von ihnen erhielten das begehrte Prädikat "süddeutsch gekört", einer schaffte den Sprung ins Prämienlot.

Siegerhengst Dressur

Mehrere Personen mit Springhengst bei der SiegerehrungZoombild vorhanden

Siegerhengst Dressur DSP BranAnh v. Don Royal/Quadroneur/Rubin-Royal.
Foto: Hubert Fischer

Zum Sieger in der Sparte Dressur avancierte in diesem Jahr ein rappfarbener Sohn des DSP-Prämienhengstes Don Royal aus der Queen Rubin II v. Quadroneur/Rubin-Royal. Der absolut temperamentsüberlegene und gelassene Junghengst war aus der Zucht und dem Besitz von Dr. Frank Klakow, Osterburg. Im Trab präsentierte sich der Youngster stets dynamisch und mit überragendem Grundschwung. Im Galopp zeigte er sich trotz seiner Größe immer sehr gut ausbalanciert und unter den Schwerpunkt springend. Des Weiteren verfügte er über einen sehr guten, gelassenen Schritt. Über die eine Woche später stattfindende Online-Auktion wechselte er für 94.000 Euro auf das Gestüt Sprehe, Löningen.

Prämienhengste Dressur

Prämienhengst DSP Bayern auf Sandboden in AktionZoombild vorhanden

Prämienhengst Dressur DSP Bayern von Vitalis/Foundation/
Dean Martin.
Foto: Hubert Fischer

Aus der bayerischen Zucht und dem Besitz von Dr. Dieter Schüle, Ansbach, stammte der fuchsfarbene Sohn des DSP-Prämienhengstes Vitalis aus der Staatsprämienstute Die Fidora v. Foundation/Dean Martin. Der wunderschön bergauf konstruierte Junghengst präsentierte sich in allen drei Grundgangarten hervorragend und ließ dabei keine Wünsche offen. "Ein Hengst ohne Schwächen, bei dem man sich vorstellen kann, dass er sich im weiteren Verlauf seiner Ausbildung unter dem Sattel noch mehr in Szene setzen und für Furore sorgen wird", so Dressurkommissar Jörg Schrödter.
Ausgestellt von der Sportpferde Beckmann GmbH & Co. KG, Wettringen, und im DSP-Zuchtgebiet Brandenburg-Anhalt von der Zuchtgemeinschaft Bernau, Rosian, gezogen, begeisterte der noch in seiner Entwicklung stehende Hengst von Benicio aus der Staatsprämienstute Bella v. Belantis I/Quaterback über alle Tage hinweg. Er verfügte nicht nur über einen überragenden Schritt, sondern war auch immer vom ersten Trabtritt an präsent und locker durch den Körper schwingend.
Aus dem DSP-Zuchtgebiet Baden-Württemberg, gezogen von Ernst Rus, Gingen/Fils-Sonnenhof, und ausgestellt von der Xenophon 2 GmbH, Bad Homburg, stammte der Sohn des Fair Game aus der Swarauska v. Sandro Hit/Don Gregory. Der Schwarzbraune präsentierte sich mit viel Ausdruck und war sehr gut bergauf konstruiert.
Der in Westfalen von Reiner Bockholt, Steinfurt, gezogene und von Mathieu Beckmann, Wettringen, ausgestellte Sohn des Fürst Samarant aus der Little Diamond RB v. Lissaro/Dancing Dynamite präsentierte sich im Trab mit sehr viel Abdruck, Schubentwicklung und Bergauftendenz. Auch im Galopp verfügte er über sehr großes, gutes bergauf galoppieren mit guter Lastaufnahme.
Der dunkelbraune Hengst von Maracaná aus der Staatsprämienstute Be my Baby v. Biasini/Ehrentusch stammte aus der baden-württembergischen Zucht von Antonius Schulze-Averdiek, Rosendahl, und wurde im Rahmen der Hengsttage von der Schulze-Averdiek Sportpferde und Aufzucht GbR, Rosendahl, ausgestellt. Der Youngster präsentierte sich vor allem an der Longe mit sehr guter Anlehnung bei entsprechend guter Maultätigkeit. Sowohl im Trab als auch im Galopp ließ er bereits seine hohe Versammlungsbereitschaft erkennen.
Die im schweizerischen Savigny beheimatete Fromecs GmbH war Züchter des westfälischen gezogenen Prämienhengstes von Top Gear aus der Fromecs Donröschen v. Don Schufro/Sandro Hit. Ausgestellt wurde der dunkelbraune Hengst von der Xenophon 2 GmbH, Bad Homburg. Der Youngster bewegte sich stets sehr taktsicher, kraftvoll und weit unter den Körper fußend. Auch im Galopp ließ er bereits eine hohe Versammlungsbereitschaft erkennen.
Als ein sehr harmonisches Pferd mit einem nahezu perfekten Körper präsentierte sich der oldenburgisch gezogene Sohn des Zackerey aus der Staatsprämienstute Erika v. Ehrenwort/Weltmeyer. Gezogen von Dr. Jürgen Bornhorst, Ankum, ausgestellt von Heinrich Ramsbrock, Menslage, ließ der Hengst in allen drei Grundgangarten keine Wünsche offen. Sowohl im Trab als auch im Galopp zeigte er sich trotz seiner Größe stets gut ausbalanciert bei viel Schub aus der Hinterhand.

Gekörte Dressurhengste Bayern

Vollbruder des letztjährigen Dressursiegerhengstes erzielte bei der Online-Auktion die Preisspitze von 326.000 Euro
Der Vollbruder des letztjährigen Dressursiegerhengstes, ein Sohn des Benicio aus der Pink Floyd v. Don Diamond/Fuerst Heinrich, aus der Zucht von Franz Galneder, Taufkirchen, ausgestellt von der Zuchthof Galneder GbR, Taufkirchen, wusste im Trab mit viel Dynamik, viel Bergauf-Tendenz und Raumgriff im Vorderbein zu begeistern. Auch sein Schritt war geprägt von sicherem und losgelassenem Schreiten bei viel Vor- und Übertritt. Der noch in seiner Entwicklung stehende Dunkelfuchs erhielt nicht nur das Prädikat "süddeutsch gekört", sondern avancierte im Rahmen der Online-Auktion zur diesjährigen Preisspitze bei einem Zuschlagspreis von 326.000 Euro.
Aus der Zucht und dem Besitz von Thomas Müller, Otterfing, stammte der in großem Rahmen stehende und maskulin aufgemachte Sohn des Escolar aus der Stella Luna v. Sir Donnerhall I/Fidermark. Mit viel Mechanik im Vorderbein bei ganz aktivem Hinterbein wusste er sich sehr effektvoll zu präsentieren. Im Schritt zeigte der junge Hengst klares und geregeltes Schreiten.
Der noch sehr jugendliche, großlinierte und bergauf konstruierte Sohn des Secret aus der Staatsprämienstute Rihanna v. Bordeaux/Florestan I wurde von Dr. Rainer und Heidi Heuschmann, Marktredwitz, gezogen und ausgestellt. Sowohl den Trab als auch den Galopp zeigte er mit viel Raumgriff und Mechanik im Vorderbein sowie klarer Bergauf-Tendenz und viel Balance. Sein Schritt war stets taktsicher und fleißig.

DSP-Masters-Hengst 2021 Vingino

Der im Springsport international hocherfolgreiche, 2002 geborene Sohn des Voltaire aus der Notre Dame II v. Cassini I/Quidam de Revel stammt aus der niederländischen Zucht von J. Albers, Valthermond, und ist seit Ende 2015 auf der im niederbayerischen Postmünster gelegenen Hengststation Bachl zuhause. Der imposante Schimmel war in zahlreichen internationalen Springprüfungen bis zur Klasse S5* hocherfolgreich. Die Zucht-Plattform Horse Telex errechnete für ihn 2018 und 2019 Platz eins der vielversprechenden Vererber weltweit mit Nachkommen bis zum Alter von zwölf Jahren und der KWPN hat dem Hengst den Elite-Titel "Prädikat Keur" verliehen. Seine jüngsten Nachkommen sind auf den Fohlenauktionen immer sehr begehrt, und die älteren eifern den Erfolgen des Vaters unter dem Springsattel im internationalen Turniersport nach.
Normalerweise wird der DSP-Masters-Hengst im Rahmen des Weltcup-Turniers "Stuttgart German Masters" in der Stuttgarter Schleyerhalle geehrt, was pandemiebedingt 2021 leider nicht möglich war. Daher durfte Familie Bachl die Ehrung für und mit ihrem Schimmelhengst im Rahmen der 19. DSP-Hengsttage entgegennehmen.

DSP-Elitehengst Millennium

An den Ehrentitel "DSP-Elitehengst" sind sehr hohe Anforderungen geknüpft, und bis dato wurde diese Ehre nur fünf großen Hengstpersönlichkeiten zuteil: Don Diamond, Quaterback, Colestus, Rivero II und Askari. Im Jahr 2022 ist mit dem Trakehnerhengst Millennium v. Easy Game/Ravel/Consul aus der Zucht von Dr. Bettina Bieschweski, Selent, und dem gemeinschaftlichen Besitz der Sächsischen Gestütsverwaltung, Landgestüt Moritzburg, und der Gestüt Sprehe GmbH, Löningen, ein sechster hinzugekommen.
Den Körplatz in Neumünster verließ er im Jahr 2010 als zweiter Reservesieger, war 4-jährig Seriensieger in Reitpferdeprüfungen und Trakehner Vize-Champion. Mittlerweile ist er unter der australischen Olympionikin Simone Alexandra Pearce international erfolgreich in der schweren Klasse angekommen.
Auch züchterisch hat er seine Qualitäten bereits beeindruckend unter Beweis gestellt. Unter seinen 76 gekörten Söhnen befinden sich zahlreiche Sieger- und Prämienhengste.
Weit mehr als 400 seiner Nachkommen sind als Turnierpferde registriert, er stellte mit dem gekörten DSP Marc Cain einen Vize-Bundeschampion und WM-Finalisten, dazu Finalisten des Nürnberger Burgpokals, und trotz ihres vergleichsweisen noch jugendlichen Alters sind bereits 13 seiner Söhne und Töchter in der schweren Klasse erfolgreich.

Die 19. Hengsttage des Deutschen Sportpferdes 2022 waren ein voller Erfolg

Die 19. Hengsttage des Deutschen Sportpferdes 2022 konnten in München-Riem zwar nach wie vor nicht in ihrer gewohnten Form stattfinden, waren aber hinsichtlich der zahlreichen, qualitativen Junghengste ein voller Erfolg. Dass kaum Zuschauer in der Halle anwesend sein durften, war einerseits sehr bedauerlich, für die jungen Hengste andererseits sicherlich ein Vorteil, da es ihnen die ruhigere Halle in der Präsentation leichter machte.
Auch die beiden Online-Auktionen waren von Erfolg gekrönt, und wir blicken gespannt auf die züchterischen und sportlichen Werdegänge der qualitätsvollen Youngster.
Im kommenden Jahr steht mit der 20. Ausgabe der DSP-Hengsttage ein Jubiläum ins Haus, das sicherlich mit zahlreichen Highlights gespickt sein wird. Wir freuen uns jetzt schon sehr darauf, Sie im Jahr 2023 auf der schönsten Reitanlage der bayerischen Landeshauptstadt zu Gast zu haben.

Ansprechpartner
Karl-Heinz Geiger
Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft
Institut für Tierzucht, Arbeitsgruppe Pferd
Landshamer Straße 11
81929 München
Tel.: 08161 8640-7701
Fax: 08161 8640-7705
E-Mail: Tierzucht@lfl.bayern.de

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Karl-Heinz Geiger