Herdenschutz-Demonstrationszentrum für Schafe und Ziegen in Grub

Mobile Schafnetze auf der Wiese.Zoombild vorhanden

Mobile Schafnetze

Die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) stellt gemeinsam mit den Bayerischen Staats­gütern (BaySG) an vier verschiedenen Standorten Herdenschutz­maßnahmen aus. In Grub, bei Poing, liegt der Schwerpunkt auf der Schaf- und Ziegenhaltung.

Interessierte Schaf- und Ziegenhalter können sich hier eigenständig Wissen zum praktischen Herdenschutz aneignen und vertiefen. Die Demonstrationsanlage wurde Anfang dieses Jahres von der LfL-Arbeitsgruppe Schafe und Ziegen fachlich erstellt. Für die nächsten fünf Jahre werden hier verschiedene Modelle von mobilen Zäunen gezeigt und laufend nach dem Marktgeschehen aktualisiert. Diese können auch gerne selbst in die Hand genommen werden, um herauszufinden, ob sie für den eigenen täglichen Gebrauch passend wären. Ein jeweiliges Info-Schild mit QR-Code führt bei Bedarf direkt zum Hersteller.

Demonstration verschiedener Schutzvarianten

Auf dem Gelände in Grub sind vielfältige Schutzvarianten zu besichtigen, allein 14 verschiedene Elektronetze von fünf Anbietern, drei Schutzvarianten bei Photovoltaik-Anlagen, zwei höhere Festzäune mit Litzen für Steillagen bei Gefahr eines Einsprungs sowie ein Wandertor und ein Weidetor und zwei Herdenschutzmobile.
Festzäune und Sicherung ausgestellt auf Wiese.Zoombild vorhanden

Festzäune und Sicherung eines PV-Anlagen-Zauns

Bei den Festzäunen werden verschiedene Möglichkeiten präsentiert, wie zum Beispiel ein Knotengeflechtzaun, der in der Nachrüstung wolfsabweisend gestaltet werden kann. Da die Beweidung von Photovoltaik-(PV-)Anlagen immer stärker zunimmt, werden auch hier Schutzvarianten gezeigt. Dabei ist es wichtig, sowohl die Durchlässigkeit für Niederwild zu gewährleisten als auch die Schafe in der Anlage vor dem Wolf zu schützen. Für Flächen mit Einsprunggefahr kann eine erhöhte Lösung mit einem T-Pfosten-System und widerstandsfähigen Litzen das Mittel der Wahl werden. Sollte dann zudem ein Weg auf die Weide führen, gibt es hierfür entweder ein elektrifiziertes Wander- oder Weidetor. Führt ein wasserführender Graben oder ein Bach in die Weide hinein, kann mit elektrifizierten Kettengliedern an der untersten Litze der Schutz verbessert werden. Auf den Ausstellungsstücken ist aber natürlich keine Spannung. Als weitere Möglichkeit des Grundschutzes werden zwei Herdenschutzmobile ausgestellt. Diese schützen die Schafe nachts durch ihre vollkommene Geschlossenheit vor dem Wolf.
Weitere Informationen zum Wolf, zum Herdenschutz und zur Arbeit der LfL können auf acht Informations-Tafeln an der Fläche nachgelesen werden.

Weitere Demonstrationsanlagen:

  • Haupt- und Landgestüt Schwaiganger für Pferde
  • Landwirtschaftliche Lehranstalten in Bayreuth für Mutterkühe
  • Bayerische Lehr-, Versuchs- und Demonstrationsgehege für landwirtschaftliche Wildhaltung Pfrentschweiher für Gehegewild.

Ziele

Ziel des bayerischen Wolfsmanagementes ist es, die mit der Ausbreitung des Wolfes einhergehenden Konflikte so gering wie möglich zu halten. Die Staatsregierung setzt dabei auf zumutbare Präventionsmaßnahmen.

Förderungen

In einigen Gebieten gibt es Förderungen unter anderem in Investitionen von:

  • mobilen Elektronetzen,
  • Festzäunen oder
  • mobilen Ställen

Besichtigung der Demonstrationsfläche in Grub

Die Demonstrationsfläche ist frei zugänglich und mit Info-Tafeln selbsterklärend. Diese befindet sich an der Professor-Zorn-Straße, 85586 Poing-Grub, und ist auch ausgeschildert.

Anfahrt: Institut für Tierzucht

Gruppenführungen ab 1. September 2023 in Grub:
Bei größeren Gruppen können ab dem 1. September 2023 Führungen über das Institut für Tierzucht der LfL vereinbart werden.

Ansprechpartnerin und Anfrage über E-Mail:
Johanna Mehringer
Institut für Tierzucht
Prof.-Dürrwaechter-Platz 1
85586 Poing-Grub
E-Mail: Tierzucht@LfL.bayern.de

Eine lachende junge Frau hält ein Lamm auf dem Arm

Johanna Mehringer

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