Einfluss einer Zulage eines Postbiotikums auf die Leistung und Eischalenstabilität von Legehennen

Legehennen im Stall

Foto: BaySG

Aufgrund des in Deutschland geltenden Verbots des Tötens von Eintagsküken haben sich die Küken- und Junghennenkosten in den letzten Jahren deutlich erhöht. Deshalb werden immer mehr Legehennen länger als ein Legejahr gehalten, um die Kosten für den Tierzukauf pro Ei zu senken. Während die Legeleistung im Verlauf der Legeperiode absinkt, steigen die Gewichte je Ei an und die Bruchfestigkeit der Schale sinkt. In der Folge verringert sich die Anzahl an vermarktungsfähigen Eiern je Henne.

Zielsetzung der Studie

Eierband

Foto BaySG

Ein entscheidender Faktor für eine längere Haltungsdauer von Legehennen ist der möglichst langfristige Erhalt einer hohen Bruchfestigkeit der Eischale. Postbiotika sind eine Zubereitung aus nicht-lebenden Mikroorganismen und/oder ihren Bestandteilen, die einen Gesundheitsbeitrag für den Zielorganismus leisten und zu einer geringeren Mortalität, zu mehr verkaufsfähigen Eiern und zu einer höheren Eimasse beitragen sollen. Folglich könnte die Haltungsdauer der Legehennen ökonomisch nachhaltig verlängert und somit die anteiligen Junghennenkosten je Ei verringert werden.
Das Ziel der vorliegenden Studie war es daher zu untersuchen, wie sich der Einsatz von 50 g eines auf Aspergillus oryzae basierenden Postbiotikums (AOP) je t Legehennenalleinfutter auf die Leistungsmerkmale von Legehennen und die Schalenstabilität der gelegten Eier auswirkt.

Schlussfolgerungen

Die Zulage von 50 g AOP/t im Futter von Legehennen hatte in vorliegender Untersuchung keinen Effekt auf die erhobenen Merkmale im zweiten Legeabschnitt von Lebenswoche 50 bis 73. Möglicherweise erfolgte die Verfütterung des AOP ab LW 50 zu spät, um Einflüsse auf die Leistungsmerkmale von Legehennen oder die Eischalenstabilität feststellen zu können. Inwiefern eine frühere Verfütterung des AOP einen Einfluss auf die erhobenen Merkmale hat, müsste in einer weiteren Studie untersucht werden.

Ansprechpartner

Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL)
Institut für Tierhaltung, Tierernährung und Futterwirtschaft

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E-Mail: ITF@LfL.bayern.de

Dr. Philipp Hofmann
Mainbernheimer Straße 101
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