Pilzkrankheiten in Sommergerste – Monitoring

Aktuelle Hinweise vom 07.05.2026

Mit ersten Schauern, lokal auch heftigen Gewittern mit Sturm und Hagel, endete eine bayernweite, mehr als zwei Wochen anhaltende Trockenperiode. Im Mittel aller Wetterstation des LfL-Messnetztes fielen bis Donnerstagmittag 12 mm, vor allem in Ober- und Unterfranken an mehreren Stationen auch mehr als 30 mm. Im nördlichen Schwaben und Oberbayern, wie auch in weiten Teilen Niederbayerns waren die Regensummen dagegen meist nur einstellig, teils blieb es sogar ganz trocken. Hier besteht jedoch Hoffnung auf neuerlichen Regen, der nach einem erneut trockenen, sommerlich warmen Wochenende für die nächste Woche vorhergesagt ist.
Je nach Saattermin und Anbaulage steht die Sommergerste aktuell meist am Ende der Bestockung (BBCH 29), weiter entwickelte Bestände haben teils das 1-Knotenstadium (BBCH 31) erreicht, an dem die Krankheitsbonituren starten. Nach Pilzbefall wird dann auf den beiden Blattetagen F-3 und F-4 gesucht. In BBCH 31 ist das in der Regel das zweite und dritte voll entwickelte Blatt von oben. Kontrollen der sehr kleinen Pusteln des Zwergrostes sollten am gesamten Haupttrieb erfolgen. Die Schwellen sind erreicht, wenn jede fünfte Pflanze Befall mit Netzflecken aufweist, jede zweite mit Mehltau oder Rhynchosporium-Blattflecken, oder drei von zehn Haupttriebe ersten Zwergrost-Befall zeigen.
Bislang weisen die Monitoringbestände hier keinerlei Krankheiten auf, weitere Kontrollen genügen.
Weitere Hinweise zu Strategien und Fungiziden finden Sie in den untenstehenden Informationen: