Forschungs- und Innovationsprojekt
Güllevergärung zur Minderung von Methanemissionen – GülleWERT
GülleWERT – Innovative Gülleverwertung und Gärrestaufbereitung zur Vereinbarkeit von Klimaschutz, Nährstoffeffizienz und Energieerzeugung
Derzeit wird in Bayern nur etwa ein Viertel der anfallenden Gülle in Biogasanlagen vergoren (Steindl et al., 2025). Damit bleibt ein erheblicher Teil des technisch verfügbaren Methanminderungspotenzials ungenutzt. Besonders Wirtschaftsdünger aus kleinen und mittelgroßen Betrieben werden bislang kaum energetisch genutzt (Effenberger & Venus, 2024), unter anderem aufgrund fehlender Anbindung an Biogasanlagen und wirtschaftlicher Hemmnisse. Die Vergärung von Gülle gilt jedoch als eine der wirksamsten Maßnahmen zur Reduzierung von Methanemissionen aus der Landwirtschaft, da offene Lagerung vermieden und Methan energetisch genutzt wird.
Zielsetzung
Im Fokus stehen insbesondere Emissionen entlang der Prozesskette von Lagerung, Transport und Vergärung sowie Fragen der praktischen Umsetzung. Daraus ergeben sich folgende zentrale Fragestellungen:
- Welchen Beitrag können kleine und mittelgroße Betriebe zur Minderung von Methanemissionen durch Wirtschaftsdüngervergärung leisten?
- Wie kann ein wirtschaftlich tragfähiger Zugang dieser Betriebe zu Biogasanlagen gestaltet werden?
Material und Methode
In Batchversuchen wird das Methanbildungspotenzial von Rohgülle und Feststoffen bestimmt Zudem werden im Labormaßstab Ammoniak- und Methanemissionen unter standardisierten Bedingungen für unterschiedlichen Szenarien erfasst:
- Verbleib der Rindergülle auf dem landwirtschaftlichen Betrieb (Referenzszenario)
- Abgabe der Rindergülle an eine Biogasanlage
- Abgabe der festen Phase nach der Separierung an eine Biogasanlage
Ergebnisse
Projektinformation
Projektleitung: Susanne Höcherl, Dr. Thomas Venus
Projektbearbeitung: Jonas Köster
Laufzeit: 01.2026 bis 12.2027
Finanzierung: Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus
Förderkennzeichen: A/25/04


