Wildtierrettung beim Mähen – Mähknigge: Onlineveranstaltung, 27. März und 10. April 2026
Schützen Sie Rehkitze bei der Grünlandmahd – und sichern Sie zugleich hochwertiges Grundfutter.
Der Mähknigge und die zusammengefassten Erkenntnisse aus dem Forschungsprojekt Wildtierrettungsstrategien liefern praxisnahe und gut umsetzbare Maßnahmen zur Vermeidung des Mähtods. Beginnend bei der frühzeitigen Abstimmung mit Revierpächtern, Lohnunternehmern und Wildrettern über die Planung von Mähstrategien sowie einer Maßnahmenkaskade bis hin zu effektiven Wildtierrettungsmaßnahmen – angepasst an das Verhalten des Rehwilds im Verlauf der Saison und die Lage der zu mähenden Fläche sowie relevanten Vorinformationen. Richtig geplant und umgesetzt wird Tierleid reduziert, Futterkontamination (Botulismus) verhindert und der Aufwand minimiert.
Informationen zu den Veranstaltungen
Bei der Mahd sind zahlreiche Aspekte wie das Vermeiden von Futterverschmutzung oder Bodenverdichtung zu beachten. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Schonung von Wildtieren insbesondere von Rehkitzen. Welche Möglichkeiten der Wildtierrettung gibt es, welche Techniken sind aktuell am Markt und wie gut funktionieren sie? Beleuchtet werden der gesetzliche Hintergrund, die Vorgaben bei der Mahd und die Möglichkeiten und Praxiserfahrungen zur Wildtierrettung.
Referent ist Herr Stefan Thurner, LfL, Veranstalter das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Abensberg-Landshut. Beide Termine finden online von 20 Uhr bis zirka 22 Uhr statt.
Alle Termine ohne Anmeldung, Vortragsunterlagen können im Anschluss über eine Cloud heruntergeladen werden, eine Teilnahmebestätigung kann nicht erstellt werden.
Weitere Zugangsmöglickeiten für die Webex Veranstaltung am 27.03.2026
mit Meeting-Kennnummer beitreten
- Meeting-Kennnummer (Zugriffscode): 2781 320 3372
- Meeting Passwort: H2pNFx3BX@2 (42763932 beim Einwählen von einem Telefon oder Videosystem)
Teilnahme über Mobilgerät
- +49-619-6781-9736,,27813203372#42763932# Germany Toll
- Auf manchen Mobilgeräten müssen die Teilnehmer ein numerisches Passwort eingeben.
Über Videogerät oder -anwendung beitreten
- wählen Sie 27813203372@bayern.webex.com
- Sie können auch 62.109.219.4 wählen und Ihre Meeting-Nummer eingeben.
Weitere Zugangsmöglickeiten für die Webex Veranstaltung am 10.04.2026
mit Meeting-Kennnummer beitreten
- Meeting-Kennnummer (Zugriffscode): 2787 940 6203
- Meeting Passwort: 3c7VCbk79e$ (32782257 beim Einwählen von einem Telefon oder Videosystem)
Teilnahme über Mobilgerät
- +49-619-6781-9736,,27879406203#32782257# Germany Toll
- Auf manchen Mobilgeräten müssen die Teilnehmer ein numerisches Passwort eingeben.
Über Videogerät oder -anwendung beitreten
- wählen Sie 27879406203@bayern.webex.com
- Sie können auch 62.109.219.4 wählen und Ihre Meeting-Nummer eingeben.
Wie jedes Jahr steht die Setzsaison des Rehwilds vor der Tür – zeitgleich mit den ersten Schnitten im Grünland. Weil Grünlandflächen als Setzhabitat beim Rehwild sehr beliebt sind, sollten Bewirtschafter von Wiesen jetzt mehrere wichtige Ziele gleichzeitig im Blick behalten: den Schutz von Wildtieren vor dem Mähtod, eine hohe Futterqualität sowie den dafür richtigen Erntezeitpunkt mit ständigem Blick aufs Wetter.
Nach der sehr langen Vegetationsperiode im vergangenen Jahr ist dieses Jahr damit zu rechnen, dass die Kitze früher gesetzt werden; umso ratsamer ist, das Verhalten von Rehen gut zu kennen und die Wildtierrettung auf den Flächen gezielt darauf abzustimmen. Nicht zuletzt aus diesem Grund bietet die Landwirtschaftsverwaltung auch in diesem Jahr Informationsveranstaltungen zum Thema Wildtierrettung an. Dabei bekommen Teilnehmer fachliches Hintergrundwissen aus Wissenschaft und Praxis an die Hand, um die eigenen Strategien zur Wildtierrettung für die kommende Futterernte verbessern zu können.
So beantwortet zum Beispiel Stefan Thurner vom Institut für Landtechnik (ILT) der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) die Frage, welche Maßnahmenkombinationen helfen können, Wildtiere bei der Mahd besser zu schützen. Als Koordinator des Forschungsprojekts Wildtierrettungsstrategie stellt er die aktuellen Empfehlungen aus dem von LfL und der Arbeitsgemeinschaft Landtechnik und landwirtschaftliches Bauwesen in Bayern e. V. (ALB Bayern) entwickelten Mäh-Knigge vor. Ergänzt wird dies durch neue Forschungsergebnisse aus einem Verbundprojekt mit der Technischen Universität München (TUM) und der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF).
Dort sind neueste Erkenntnisse zur Wildbiologie eingeflossen, wie auch Erfahrungen zum Einsatz verschiedener Maßnahmen der Wildtierrettung. Im Mittelpunkt des Projektes steht die Frage, wie sich Schutzmaßnahmen noch gezielter an tatsächliche Bedingungen anpassen lassen – etwa im Verlauf der Setzzeit, je nach Landschaftsstruktur oder in Abhängigkeit vom Mähfortschritt auf angrenzenden Flächen. Gerade diese Verbindung aus Forschung und Praxis macht die Erkenntnisse besonders wertvoll.
Schritte für eine erfolgreiche Wildtierrettung sollten schon vor dem Mähen beginnen. Deshalb ist es ratsam, frühzeitig alle Beteiligten einzubinden: den Revierpächter, der wichtige Hinweise zu Setzflächen geben kann, ebenso wie ehrenamtliche Wildtierretter vor Ort. Wird die Mahd nicht selbst durchgeführt, sollten auch Lohnunternehmer oder Maschinenring rechtzeitig eingebunden werden. Denn das Ziel sollte sein, Mähtod mit vereinten Kräften auf ein Minimum zu reduzieren. Das kommt nicht nur den Wildtieren zugute, sondern auch den Nutztieren durch qualitativ hochwertiges Futter.
Handlungsempfehlungen, Checklisten und weitere Informationen