Systemkontrolle "Bayerisches Bio-Siegel"

Bei Interesse zur Teilnahme am Bayerischen Bio-Siegel, zu Prüfkriterien, Daten und Fakten rund um das Bayerische Bio-Siegel gelangen Sie mit nachfolgendem Link direkt zur Internetseite von "Bio-Siegel – Bayern".
NudelerzeugungZoombild vorhanden

Nudeln als Ergebnis hochwertiger Öko-Getreideerzeugung

Im Dezember 2015 wurde das Bayerische Bio-Siegel als wichtiger Baustein des Landesprogrammes „Bio-Regio 2020“ auf dem Markt. Ziel ist es, die heimische Bio-Produktion zu stärken und deutlich zu erweitern. Zudem dient das Bio-Siegel Verbrauchern als Orientierungshilfe beim Kauf von Bio-Produkten aus der Region Bayern, wodurch Transparenz und Vertrauen geschaffen werden sollen. Zeichenträger ist der Freistaat Bayern, vertreten durch das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Das Institut für Ernährungswirtschaft und Märkte ist für die Konzeption und Durchführung der staatlichen Systemkontrolle beauftragt.

Bio-Siegel mit Herkunftsangabe

Das Bayerische Bio-Siegel steht für hohe Bio-Qualitätsstandards: Nur Produkte der Land- und Ernährungswirtschaft, die nach den Bestimmungen der EG-Öko-Verordnung in Kombination mit den höheren Qualitäts- und Prüfbestimmungen des Bayerischen Bio-Siegels (z.B. Gesamtbetriebsumstellung anstelle einer Teilbetriebs-umstellung, mindestens 20 Prozent Leguminosen-Anteil in der Fruchtfolge und niedrigere Tierbesatz-Obergrenzen je Hektar bei Schweinen und Geflügel) erzeugt wurden und deren regionale Erzeugungs- und Verarbeitungsschritte lückenlos nachgewiesen werden können, dürfen dieses Bio-Siegel tragen.

Ziel

Systemaufbau "Bayerisches Bio-Siegel"Zoombild vorhanden

Systemaufbau

Das Ziel des Projektes besteht darin, eine unabhängige und neutrale Systemkontrolle gemäß den Vorgaben des Zeichenträgers sicherzustellen. Um die Neutralität und Objektivität der Programmorganisation (z. B. Vertragsvergabe, Durchführung und Qualität der Audits), die Einheitlichkeit der Abwicklung, der Bewertung etc. sowie der Kontrollen des Qualitäts- und Herkunftssicherungsprogramms gewährleisten zu können, werden die Lizenznehmer und die Zertifizierungsstellen vom Institut für Ernährungswirtschaft und Märkte als neutrale staatliche Behörde in ihrer Funktion als „Systemkontrolle“ überwacht. Darüber hinaus fungiert das Institut für Ernährungswirtschaft und Märkte als unabhängige Anlaufstelle für Fragen und Hinweise.

Aufgabe der Systemkontrolle

Die staatliche Systemkontrolle gewährleistet – zusätzlich zur privatwirtschaftlichen Kontrollsystematik der Lizenznehmer bzw. der vom Lizenznehmer beauftragten Zertifizierungsstelle – die Unabhängigkeit des Programms von wirtschaftlichen Einzelinteressen. Auf diese Weise wird eine einheitliche Umsetzung des gesamten Zertifizierungsprozesses erreicht. Dies wiederrum sichert Transparenz und eine hohe Glaubwürdigkeit.
Im Rahmen dieser Systemkontrolle werden stufenübergreifend Vor-Ort-Auditbegleitungen von Kontrolleuren verschiedener Kontrollstellen bei teilnehmenden Erzeugerbetrieben oder Zeichennutzern durchgeführt. Jährlich werden die aktiven Lizenznehmer und Zertifizierungsstellen überprüft. Zur Sicherstellung des Systems führt das Institut für Ernährungswirtschaft und Märkte auch unangekündigte Kontrollen auf allen beteiligten Stufen durch. Im Mittelpunkt steht hierbei die Einhaltung der Vorgaben, welche für dieses Klassifizierungssystem entwickelt wurden.

Informationen zur Siegel-Vergabe: Programmbestimmungen und Teilnahme Externer Link

Projekttitel: "Förderung des Bayerischen Bio-Siegels durch Umsetzung und Weiterentwicklung der Systemkontrolle"
Projektleitung: Johannes Enzler, Institut für Ernährungswirtschaft und Märkte (IEM)
Projektbearbeiter: Anna Zinner, IEM
Laufzeit: 25.02.2019 bis 17.02.2021
Finanzierung: BayStMELF, Kapitel/Titel 0820/428 11-2