Was dürfen Photovoltaik(PV)-Dachanlagen bis 100 kWp im Mai 2022 kosten?

Schmuckbild: Euromünzen und ein Laptop, überdeckt von einem Liniendiagramm

Wie viel eine Photovoltaik-Dachanlage schlüsselfertig installiert unter den neuen Vergütungsbedingungen kosten darf, hängt im Wesentlichen von zwei Faktoren ab: Dem Stromertrag und den eigenen Renditeansprüchen. Die spezifischen Anschaffungskosten belaufen sich für Kleinanlagen bis 10 kWp je nach Standort und Renditeanspruch auf ca. 420 bis 630 €/kWp.

Was dürfen Photovoltaik(PV)-Dachanlagen im Mai 2022 kosten? - Infoblatt zum Download

Das Infoblatt enthält genauere Informationen zu den spezifischen Anschaffungskosten und zur Berechnungsmethodik.

Spezifische Anschaffungskosten für Photovoltaik-Dachanlagen

Genügt eine Rendite von 6 %, dürfen Kleinanlagen bis 10 kWp an schlechteren Standorten etwa 502 € pro Kilowatt Peak ohne Umsatzsteuer kosten. An sehr guten Standorten können unter gleichen Bedingungen rund 635 €/kWp investiert werden.

Soll eine dem Investitionsrisiko eher angemessene Gesamtkapitalrendite erzielt werden, sind ca. 10 Prozent anzusetzen. Die tragbaren Anschaffungskosten einer kleinen Dachanlage liegen dann an schlechteren Standorten in einer Größenordnung von ca. 420 €/kWp. An sehr guten Standorten könnten ca. 532 €/kWp investiert werden.

Ab einer installierten Leistung von mehr als 10 kWp vermindert sich mit zunehmender Anlagenleistung die spezifische Vergütung. Die Anschaffungskosten müssen demnach mit zunehmender Anlagenleistung bei einem gleichbleibenden Renditeanspruch sinken.

Gesetz für den Ausbau erneuerbarer Energien (Erneuerbare-Energien-Gesetz - EEG 2021)

Vollzitat: "Erneuerbare-Energien-Gesetz vom 21. Juli 2014 (BGBl. I S. 1066), das zuletzt durch Artikel 1 des Gesetzes vom 21. Dezember 2020 (BGBl. I S. 3138) geändert worden ist".

Am 01.01.2021 trat die neue Novelle des Gesetzes für den Ausbau erneuerbarer Energien (kurz: EEG 2021) in Kraft. § 48 EEG 2021 setzt die anzulegende Werte für den Januar 2021 fest. Nach § 49 Abs. 1 EEG 2021 werden jeweils zum 1. Februar, 1. Mai, 1. August und 1. November die anzulegenden Werte in Abhängigkeit des Brutto-Zubaus neu installierter PV-Leistung angepasst. Je nach Höhe der Unter-/Überschreitung wird der Degressionssatz nach § 49 Abs. 2,3 EEG 2021 gesenkt oder erhöht.

Die EEG-Umlage wird ab § 60 ff. EEG 2021 behandelt. § 9 StromStG gibt Auskunft zur Stromsteuer, § 19 Abs. 2 StromNEV zu Netzentgelten, §§ 26,28 KWKG zur KWK-Umlage, § 17 f EnWG zur Offshore-Umlage, § 18 AblaV zur Umlage für abschaltbare Lasten und §§ 46, 48 EnWG zu Konzessionsabgaben.

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