Forschungs- und Innovationsprojekt
"BioReSt" – Vorbereitung einer bayerischen Biomasse-Ressourcenstrategie

Blühender Raps in Nahaufnahme mit Biene.

Foto: Rita Haas, TFZ

Vorbereitung einer bayerischen Biomasse-Ressourcenstrategie – wissenschaftliche Grundlagen und Empfehlungen (BioReSt)

Die Verwertung regionaler biogener Rohstoffe gewinnt im Rahmen einer ressourcenschonenden und nachhaltigen Entwicklung zunehmend an Bedeutung. Im Projekt "BioReSt" wurden die Potenziale biogener Ressourcen in Bayern abgeschätzt. Weiterhin ist eine Analyse möglicher Wertschöpfungsketten für biogene Ressourcen/Reststoffe Teil des Projektes.

Ziel

Die Bioökonomie-Strategie Bayerns hat als Ziel, die Transformation von der fossil- zur bio-basierten Wirtschaftsweise voranzutreiben.
In diesem Rahmen gewinnt die Verwendung nachwachsender Rohstoffe und die Verwertung regionaler biogener Rest- und Abfallstoffe für eine ressourcenschonende und nachhaltige Entwicklung zunehmend an Bedeutung. Im Projekt "BioReSt" werden die Potenziale biogener Ressourcen in Bayern abgeschätzt. Weiterhin ist eine Analyse bestehender und die Ableitung neuer Wertschöpfungsketten für biogene Ressourcen/Reststoffe Teil des Projektes. Für die Entwicklung einer Bayerische Biomasse-Ressourcenstrategie wurden Hinweise und Empfehlungen für die Politik erarbeitet. Abbildung 1 stellt die Projektpartner mit ihren nachfolgend beschriebenen Aufgaben dar.

Grafische Darstellung der Projektpartner und deren Aufgaben im Rahmen des Projektes "BioReSt"

Abbildung 1: Projektpartner und deren Aufgaben im Rahmen von BioReSt

Methode

Die Methodik wird in 6 Arbeitspaketen (AP) beschrieben:

  • AP1: Schaffung einer Datengrundlage zur Ressourcenverfügbarkeit von biogenen Primär- und Sekundärressourcen inkl. Rest- und Abfallstoffen
  • AP2: Ermittlung ausgewählter Potenziale der Rohstoffarten bzw. Holzarten und -sortimente
  • AP3: Erstellung einer bayerischen Stoffstromanalyse für biobasierte Produkte aus land- und forstlichen Roh-, Rest- und Abfallstoffen – Status Quo
  • AP4: Harmonisierte ökologische und ökonomische Bewertung des Status Quo,
  • AP5: Konsequenzielle Nachhaltigkeitsbewertung ausgewählter Szenarien traditioneller und innovativer Produktsysteme
  • AP6: Ableitung von Hinweisen und Empfehlungen für eine Bayerische Biomasse-Ressourcenstrategie
Das Institut für Agrarökonomie der LfL (IBA) als Projektpartner bearbeitete schwerpunktmäßig die beiden Arbeitspakete AP 1 und AP 2. In diesem Rahmen schätzte das IBA die Menge der in der Landwirtschaft anfallenden Biomasse ab, ordnete sie unterschiedlichen Verwertungsrichtungen zu und erarbeitete mögliche Entwicklungsszenarien. Dies stellte die Grundlage für die vom TfZ durchgeführte Stoffstromanalyse zur landwirtschaftlichen Biomasse dar.

Ergebnisse

  • Die erzeugte Biomasse in Bayern setzt sich aus den Haupternteprodukten (z. B. Getreidekorn, Zuckerrübe, Grünlandaufwuchs) und aus den Nebenernteprodukten (wie z. B. Stroh oder Kraut) zusammen.
  • Die Milch- und Rindfleischerzeugung stellt die mit Abstand größten Anteile der tierischen Erzeugung dar. Darüber hinaus werden als Nebenprodukte der Tierhaltung in Bayern Gülle und Frischmasse Festmist produziert.
  • Der Gesamtbedarf an Futtermitteln in der landwirtschaftlichen Tierhaltung besteht im Wesentlichen aus in Bayern erzeugter Biomasse.
  • In der Landwirtschaft bestehen wenig freie Potenziale für neue Wertschöpfungsketten. Bei der Erschließung ist zu beachten, dass die Biomasse und alle Nebenprodukte und Reststoffe effizient genutzt sowie mögliche Umweltauswirkungen berücksichtigt werden.
  • Nebenernteprodukte in landwirtschaftlichen Kreisläufen sind bedeutend zum Erhalt der Bodenfruchtbarkeit. Bei einer Entnahme muss die Stoffrückführung organischer Substanz auf die Entnahmeflächen berücksichtigt werden.
Der Schlussbericht kann beim EU-finanzierten Online-Speicherdienst Zenodo abgerufen werden.

Projektpartner

Die Personen, die das Projekt BioReSt bearbeitet habenZoombild vorhanden

Abb. 2: Projektpartner von „BioReSt“

Projektinformationen
Gesamtprojektleitung: Prof. Dr. Gabriele Weber-Blaschke (TUM-HFM)
Projektleitung LfL: Martina Halama, Gerlinde Toews-Mayr
Projektbearbeitung LfL: Maria Hoffmann
Laufzeit Teilprojekt LfL: 01.07.2021 bis 31.12.2022, Laufzeit Gesamtprojekt bis 30.06.2024
Finanzierung: Bayerische Staatsministerien für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie (StMWI) und für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF)
Förderkennzeichen: -