Preisabsicherung in Agrarmärkten: Worauf kommt es an?

Mähdrescher auf Getreidefeld

Foto: Dr. Michael Ammich

Schwankende Preise für landwirtschaftliche Erzeugnisse sind eine Herausforderung für Betriebsleiterinnen und Betriebsleiter. Vor diesem Hintergrund haben wir wichtige Punkte in einem Vortrag vor interessiertem Publikum im November 2025 thematisiert.

Der Vortrag fand im Rahmen einer Veranstaltung für Landwirte statt, bei der das Reallabor an Rott & Inn vorgestellt wurde, das sich u.a. mit Risikomanagement beschäftigt. Die Präsentation behandelte Instrumente zur Preisabsicherung in der Landwirtschaft. Preise sind zentrale Informationssignale in der Marktwirtschaft, Preisschwankungen können jedoch zu Problemen führen, wenn Risikoaversion, Schwankungen im Betriebserfolg und eine zu hohe Risikobelastung vorliegen.

Zur Absicherung werden Warenterminhandel und Forwardkontrakte vorgestellt. Warenterminhandel bietet eine Absicherungsfunktion, birgt aber Basis- und Liquiditätsrisiken. Forwardkontrakte sind individuell verhandelbar, jedoch besteht das Risiko des Zahlungsausfalls des Händlers. Preisabsicherung kostet, da potenzielle Gewinne bei steigenden Preisen aufgegeben werden. Insgesamt ist die Entscheidung zur Absicherung individuell und abhängig von der Risikobereitschaft und Betriebssituation.
Aktuelle Marktinformationen (Erzeugerpreise, Terminmarktpreise) finden Sie z.B. im Bayerischen Agrarmarktinformationssystem BayMIS

Bayerisches Agrarmarktinformationssystem (BayMIS)

Weitere Informationen finden Sie auch in den monatlich verfassten Preistelegrammen.

LfL-Preistelegramm – Erzeugerpreise auf einen Blick

Ansprechpartner
Dr. Hakon Albers
Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft, Institut für Agrarökonomie
Menzinger Straße 54
80638 München
Tel.: 08161 8640–1111
E-Mail: marktinformation@LfL.bayern.de