Institut für Pflanzenschutz
Jahresbericht 2022 – Zoologie und Vorratsschutz

Die exakte Diagnose von Schädlingen ist Voraussetzung für zielgerichtete Maßnahmen.

Die entomologische Diagnostik untersucht Proben aus Landwirtschaft, Gartenbau und Vorratsschutz sowie Verpackungsholz im internationalen Handel auf Schädlinge, vor allem auf gebietsfremde Quarantäne-Schadorganismen.

Die nematologische Diagnostik der Arbeitsgruppe untersucht in drei wesentlichen Bereichen Boden-, Pflanzen- und Saatgutproben auf das Vorkommen von pflanzenparasitären Nematoden:

  • im Rahmen des Hoheitsvollzugs
  • für Berater und private Betriebe
  • für Pflanzenzüchter zur Testung von Kartoffelstämmen auf Resistenz gegen Virulenzen des Kartoffelzystennematodens

Entomologie

Interessante Ergebnisse aus der entomologischen Diagnostik 2022

Insgesamt wurden 408 Proben zur Diagnose angeliefert, davon 315 Proben von amtlicher Seite und 93 Proben von Privatpersonen. Nachfolgend sind Besonderheiten des Jahres 2022 aufgeführt.
Etablierung von ursprünglich gebietsfremden Wanzenarten
Die drei ursprünglich gebietsfremden Arten, die Marmorierte Baumwanze Halyomorpha halys, die Grüne Reiswanze Nezara viridula (beide Familie Pentatomidae, Baumwanzen) sowie die Amerikanische Kiefernwanze Leptoglossus occidentalis (Familie Coreidae, Heteroptera) haben sich in Bayern zunehmend ausgebreitet und sind inzwischen in der heimischen Fauna etabliert. Es wurden mehrere Proben bzw. Anfragen mit Bildern von auffälligen "Käfern", die in Wohnungen eingedrungen sind, eingesendet. Dabei handelte es sich immer um die oben aufgeführten Wanzenarten.
Nationales Monitoring auf Käfer-Arten als Quarantäneschädlinge
Im Jahr 2022 wurden, über ganz Bayern verteilt, an sensitiven Einlass-Stellen unterschiedliche Fallen für ein nationales Monitoring auf Quarantäneschädlinge wie Popillia japonica (Japankäfer), Agrilus planipennis (Asiatischer Eschenprachtkäfer) sowie Pityophthorus juglandis (Walnusszweigkäfer) aufgehängt. Weiterhin sind Fallen exponiert worden, um einheimische Bockkäfer der Gattung Monochamus, so genannte Handwerker-Bockkäfer, einzufangen. Diese sind potentielle Vektoren des gefährlichen Kiefernholznematoden Bursaphelenchus xylophilus. Alle Fallen wurden durch Mitarbeiter von Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten sowie der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft betreut. Die Fallenfänge wurden zur Untersuchung an das entomologische Diagnoselabor der LfL übergeben und ausgewertet (als Beispiel einer Kontrolle siehe Abbildung 1). Sämtliche Fallen blieben ohne Nachweis eines Quarantäneschädlings. Es fanden sich jedoch darin zahlreiche Arten, die zum Teil Nützlinge, andererseits wichtige Bestäuber bzw. Futter-Insekten für Vögel darstellen. Auch einige seltene oder geschützte Arten wie Gaurotes virginea (Blaubock), Stenocorus meridianus (Variabler Stubbenbock), Acanthocinus sp. (Zimmerböcke) oder Rhagium sp. (Zangenböcke) konnten bestimmt werden. In Zukunft wäre es von Vorteil, wenn die Fallen von den Herstellern so konzipiert werden, dass deutlich weniger Nichtzielorganismen gefangen werden.

Auswertung einer Klebefalle auf den Asiatischen Eschenprachtkäfer

Abbildung 1: Auswertung einer Klebefalle auf den Asiatischen Eschenprachtkäfer

Das Feldmaikäfer-Hauptschadensjahr 2022 im Bayerischen Wald und am Jochberg/Schneizlreuth

Im Jahr 2022 wurde aufgrund der hohen Engerlingszahlen aus dem Herbstmonitoring 2021, das im Bayerischen Wald durchgeführt wurde, eine sehr große Maikäfer-Engerlingskalamität erwartet. Den Landwirten wurden im Vorfeld mehrere Optionen wie Grünlandumbruch, zeitweilige Ackernutzung und über eine Ausnahmezulassung der Einsatz eines biologischen Pflanzenschutzmittels ermöglicht. Das Institut für Pflanzenschutz legte mit Vertretern des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Deggendorf-Straubing in Breitenberg im Landkreis Passau umfangreiche Parzellenversuche zu diversen Bekämpfungsverfahren an. Darunter waren die mechanische Bodenbearbeitung mittels Fräse und pilzliche Gegenspieler. Als bei den ersten Parzellen-Bonituren nach Engerlingen gegraben wurde, ist festgestellt worden, dass ihre Zahl dramatisch abgenommen hat. Dieses Phänomen wurde sogar im gesamten Bayerischen Wald festgestellt. Für den Rückgang der Engerlingszahlen kann nur ein großräumiges außergewöhnliches Wetterereignis verantwortlich zeichnen.

Extreme Temperatureinbrüche im Frühjahr 2022 im Bayerischen Wald (Werte: Wetterstation Grainet-Rehberg)

Abbildung 2: Extreme Temperatureinbrüche im Frühjahr 2022 im Bayerischen Wald (Werte: Wetterstation Grainet-Rehberg)
Höhere Temperaturen vom 10. März bis 1. April veranlassten die Engerlinge aus tieferen Bodenschichten, ihren Winterquartieren, nach oben zu wandern. Dort wären nach der langen Winterruhe die für sie attraktiven Wurzeln als Nahrung. Exakt im Zeitraum der Bewegung fand drei Mal ein deutlicher Kälteeinbruch, zunächst vom 01.-04. April und nach einem jeweils kurzen Temperaturanstieg erneut vom 09.-12. April und 16.-20. April statt (siehe Abbildung 2). Temperaturen um den Gefrierpunkt lassen die wechselwarmen Tiere in eine Kältestarre fallen und dies geschah mehrfach. Ein Großteil der Engerlinge dürfte es gar nicht bis nach ganz oben geschafft haben, ein Teil war stark geschwächt und dadurch anfälliger für Keime und Parasiten. Dies zeigte sich insbesondere während der Saison, als viele abgestorbene verpilzte Engerlinge auch an mehreren Stellen, wo niemals vorher insektenpathogene Pilze eingesetzt wurden, bei den Bonituren festgestellt wurden (siehe Abbildung 3).

Gesunder Maikäfer-Engerling (rechts) und ein durch einen Pilz abgestorbenes Exemplar

Abbildung 3: Gesunder Maikäfer-Engerling (rechts) und ein durch einen Pilz abgestorbenes Exemplar
Der Umstand, dass in drei von vier Parzellen einer jeden Versuchsvariante die Ausgangswerte unter der Schadschwelle von 40 Engerlingen pro Quadratmeter lagen, lässt keine seriösen Aussagen zur Effektivität einer jeden Maßnahme zur Engerlingskontrolle zu. Allein in den unbehandelten Parzellen wurde ein Rückgang der Engerlingszahlen um mehr als 50 % festgestellt.
Über die Saison 2022 wurden Engerlinge an zwei Standorten, Loiblau und Breitenberg, eingesammelt und im Labor gemessen und gewogen. In der Abbildung 4 kann man verfolgen, welche Längen- und Gewichtsentwicklung die Engerlinge nahmen - ausgehend von den Werten des frühen zweiten Larvenstadiums, das in Loiblau bereits am 02.08.2021 untersucht werden konnte. Nach deutlicher Zunahme beider Werte mit nur geringfügigen Unterschieden zwischen den beiden Standorten kam es etwa ab Ende August/Anfang September zu keinen merklichen Zuwächsen mehr. Die Engerlinge stellten das Fressen ein und wanderten zunehmend in tiefere Schichten ab, um ein letztes Mal als Engerling zu überwintern.

Körperlängen- und Gewichtszunahme von Maikäfer-Engerlingen an zwei Standorten im Bayerischen Wald

Abbildung 4: Körperlängen- und Gewichtszunahme von Maikäfer-Engerlingen an zwei Standorten im Bayerischen Wald
Geringere Schäden im Grünland aufgrund von Engerlingsfraß wurden durch zahlreiche Niederschläge über die Saison gut kompensiert. Die Landwirte konnten eine ausreichend gute Grundfutterernte für die zu versorgenden Tiere einfahren. Auch für das Verpuppungsjahr 2023 kann bereits eine positive Prognose gestellt werden. Im nächsten Hauptflugjahr 2024 wird die Zahl der Elterntiere zwar nur mäßig bis gering ausfallen, entscheidend für den weiteren Verlauf der Populationsentwicklung wird aber die Zahl der von den Weibchen abgelegten Eier sein.
An einem weiteren prekären Maikäfer-Standort, dem Jochberg in Schneizlreuth, zeigte sich die Engerlingssituation weiterhin entspannt. Hier wurden die geringen Werte aus den Herbstzählungen des Jahres 2021 in der Saison 2022 bestätigt. Bis zum Hauptflugjahr 2024 ist somit mit keinen Schäden durch Engerlinge zu rechnen.

Nematologie

Untersuchungen im Rahmen der Pflanzengesundheit (Hoheitsvollzug)

Mehr als 99 % der im Hoheitsvollzug nematologisch untersuchten Proben entfallen jährlich auf die Untersuchung von Bodenproben zum Nachweis auf das Vorkommen des Kartoffelzystennematodens (Globodera spp.). Die Untersuchungen sind bei der Vermehrung von Pflanzkartoffeln (Pflanzkartoffelanerkennung, Löschungsuntersuchungen) und im Rahmen eines EU-Monitorings zur Ermittlung der Verbreitung des Nematodens (Amtliche Erhebung) auf Konsumflächen gesetzlich vorgeschrieben. Insgesamt wurden 25.274 Bodenproben im Jahr 2022 untersucht.
Untersuchung von Flächen zur Vermehrung von Pflanzkartoffeln
Die meisten Proben entfielen auf die Untersuchung von Flächen zur Vermehrung von Pflanzkartoffeln (23.698). Die Anzahl untersuchter Schläge stieg im Vergleich zum Vorjahr von 1.083 auf 1.144. Die Zahl an befallenen Schlägen reduzierte sich geringfügig von 62 auf 58. Bei der Verteilung der Globodera-Arten auf allen befallenen Flächen kommt die Art des gelben Kartoffelzystennematodens (Globodera rostochiensis) am häufigsten vor. Auf den verbleibenden Schlägen verteilen sich die Art Globodera pallida (weißer Kartoffelzystennematode) und seltener auch Mischpopulationen aus beiden genannten Arten vor.
Löschungsuntersuchungen
Sind Flächen mit dem Nematoden befallen, so muss der Landwirt dort ein amtlich vorgegebenes Bekämpfungsprogramm durchführen. Problematisch wird der Anbau von resistenten Sorten bei einem Vorkommen von Mischpopulationen, da hierbei nur vollresistente Sorten angebaut werden dürfen und deren Verfügbarkeit je nach Nutzungsrichtung nur eingeschränkt oder gar nicht möglich ist. Nach 3 bzw. 6 Jahren können die Flächen nach einer Bodenuntersuchung erneut zur Pflanzkartoffelvermehrung angemeldet werden. Zeigt sich bei solchen Löschungsuntersuchungen, dass die Fläche frei von Zysten mit lebensfähigem Inhalt ist, dann kann diese wieder für den Anbau von Kartoffeln verwendet werden. Die Zahl der für die Löschungsuntersuchung angemeldeten Flächen unterliegt jährlichen Schwankungen. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Zahl der Proben und zur Löschung untersuchten Flächen um 80 % reduziert (2021: 1.776 Proben/218 ha; 2022: 358 Proben/41 ha). Lag die Anzahl der befallenen Flächen 2021 gemessen an der Gesamtzahl der untersuchten Flächen bei knapp 20 % (gesamt: 135, befallen: 29), so wurden in 2022 knapp 70 % der Löschungsflächen (gesamt 32, befallen 22) als weiterhin befallen getestet. Auf etwas mehr als der Hälfte der Schläge wurde Globodera rostochiensis nachgewiesen. Auf 8 Schlägen war Globodera pallida die nachgewiesene Art und auf 5 Flächen kamen Mischpopulationen der 2 Arten vor.
Untersuchungen im Rahmen der Amtlichen Erhebung (EU-Monitoring)
Im Rahmen der Amtlichen Erhebung (EU-Monitoring) werden jährlich 0,5 % der Anbaufläche von Speise- und Wirtschaftskartoffeln auf das Vorkommen des Kartoffelzystennematodens hin beprobt. Für das Monitoring wurden 198 ha von 80 Schlägen untersucht. Auf 9 der untersuchten Schläge wurde ein Befall festgestellt. Auch hier war wie bei den Untersuchungen der letzten Jahre die am häufigsten vorkommende Art Globodera rostochiensis mit doppelt so vielen Befunden wie bei Globodera pallida.
Übersicht 1: Bodenuntersuchungen auf das Vorkommen von Kartoffelzystennematoden im Rahmen des Hoheitsvollzugs für das Anbaujahr 2022
ProbenanzahlUntersuchte Fläche (ha)Anzahl SchlägeAnzahl Schläge mit BefallBefallsschläge mit Globodera rostochiensisBefallsschläge mit Globodera pallidaBefallsschläge mit MischpopulationenArt nicht feststellbar
Pflanzkartoffelvermehrung
23.6982.8881.14458401260
Amtliche Erhebung
4501988096300
Löschungsuntersuchung
3584132228770
Untersuchungen für Mitgliedstatten innerhalb der EU
76811512644000
Weitere im Auftrag des Hoheitsvollzugs untersuchte Proben
Andere im Auftrag des Hoheitsvollzugs untersuchte Boden- und Pflanzenproben (Import- / Export-Proben, Saatgutuntersuchungen, Pflanzgutproben, Monitoring) blieben ohne Befund auf gebietsfremde oder quarantänerelevante Nematodenarten. Im Rahmen eines EU-Monitorings wurden 56 Holzproben aus Sägespänen auf die Verbreitung des Kiefernholznematodens (Bursaphelenchus xylophilus) hin untersucht. Die Proben blieben in allen Fällen ohne Befund.
Untersuchungen zur Rebpflanzgutanerkennung
Bei Untersuchungen zur Rebpflanzgutanerkennung wurden 24 Proben auf virusübertragende Nematoden hin untersucht. In 11 Proben wurden virusübertragende Nematodenarten der Gattungen Xiphinema spp. und Longidorus spp. nachgewiesen werden.
Übersicht 2: Weitere Untersuchungen im Rahmen der Pflanzengesundheit
AuftraggeberKulturpflanzeAnzahl Proben gesamtAnzahl Proben mit BefundUntersuchungsmethodePhytoparasitäre und Quarantäne-Nematoden
IPS4 – EU-MonitoringKiefernholznematoden, Rindensubstrat560Sprühnebel / PCRvon Bursaphelenchus xylophilus und B. mucronatus abweichende Arten
IPS4 – Import/ExportWasserpflanzen30Sprühnebelohne Befund
IPS4 – Import/ExportSaatgut630Quellmethodeohne Befund
IPS4 – Import/ExportKartoffel150MEKU-Bodenprobenextraktorohne Befund
IPS4 - WeinbauringRebenpflanzgut2411SeinhorstXiphinema index, Longidorus spp.
IPZ6 - SaatgutanerkennungFuttererbse, Ackerbohne420Quellmethodeohne Befund
Untersuchungen für Berater und Betriebe
Im Berichtszeitraum 2022 wurden insgesamt 145 Boden-, Saatgut- und Pflanzenproben von ‚Beratern aus Gartenbau und Landwirtschaft auf pflanzenparasitäre Nematoden hin untersucht. Das sind wiederum gut ein Drittel weniger als im Jahr 2021 (404 Proben). Der starke Rückgang ist vermutlich auf die ausgeprägten Trockenphasen zurückzuführen, die den Nematoden die Mobilität und das Einwandern in die Wurzeln erschweren. Auf Befallsflächen war die am häufigsten vorkommende Gattung Pratylenchus spp. (Wurzelläsionsälchen), die auch als Schadursache auftrat. Tendenziell wird zunehmend Ditylenchus spp. (Stängelälchen), speziell auf Zuckerrübenanbauflächen, in den Proben gefunden, wobei diese selten als Schadursache gelten. In einer Probe wurde an Tomaten Meloidogyne spp. (Wurzelgallenälchen) unter Glas diagnostiziert.
Übersicht 3: 2022 von IPS 2d durchgeführte nematologische Untersuchungen
AuftraggeberKulturpflanzeAnzahl Proben gesamtAnzahl Proben mit BefundUntersuchungsmethodePhytoparasitäre und Quarantäne-Nematoden
IPS 2dLaborvergleichsuntersuchung JKI1717Baermann-TrichterMeloidogyne spp., Pratylenchus spp., Ditylenchus spp
IPS 2dZuckerrübe (Monitoring)7566Acetox-VerfahrenHeterodera schachtii
PrivatLuzerne, Sommergerste, Wintergerste, Grünland65QuellmethodePratylenchus spp., Ditylenchus dipsaci
PrivatKlärschlamm20MEKU-Bodenprobenextraktorohne Befund
PrivatKnoblauch22Baermann-TrichterDitylenchus dipsaci
PrivatMonitoring Gemüseanbau124Baermann-TrichterMeloidogyne spp.
PrivatZwischenfrucht77Baermann-TrichterMeloidogyne spp., Pratylenchus spp.
PrivatKartoffel33Baermann-TrichterPratylenchus spp.
PrivatZwiebel11Baermann-TrichterPratylenchus spp.
AELFWintergerste55Baermann-TrichterPratylenchus spp.
AELFKartoffel33Baermann-TrichterPratylenchus spp.
Erzeugerringdiv.65Baermann-TrichterPratylenchus spp., Paratylenchus spp.
ErzeugerringZwiebel32Baermann-Trichter, SprühnebelDitylenchus spp., Paratylenchus spp.
ErzeugerringTomate21Baermann-Trichter, SprühnebelMeloidogyne spp.
ErzeugerringWeißkraut11Baermann-TrichterMeloidogyne spp.
Züchterprüfungen zur Testung von Kartoffelstämmen gegen den Kartoffelzystennematoden (Globodera spp.)
Das Institut für Pflanzenschutz (IPS) der LfL bietet dem Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung der LfL (IPZ) und privaten Züchter kostenpflichtig die Prüfung von Kartoffelzuchtstämmen auf Resistenzen gegen verschiedene Pathotypen des Kartoffelzystennematodens an. In der Saison 2021/2022 wurden insgesamt 14.065 Prüfungen durchgeführt. Dies sind im Vergleich zur vorherigen Saison knapp 600 Prüfungen mehr. Etwa ein Fünftel der Prüfungen (1737) wurde vom IPZ (Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung) der LfL in Auftrag gegeben, 12.328 von privaten Züchterhäusern. Mit etwas mehr als einem Drittel entfiel der größte Anteil der Prüfungen auf den Pathotyp Pa3 und ein weiteres Drittel auf den Pathotyp Ro1. Ab der Herbstsaison 2022/2023 werden die Untersuchungen an die Firma PlantaServ GmbH, mit Sitz in Freising, übergeben. Die LfL wird die Resistenzprüfungen weiterhin fachlich betreuen.
Übersicht 4: Resistenzprüfungen bei Kartoffelstämmen gegen Globodera spp.
Züchterprüfungen    
PrivateKartoffelstämme13.328TopfballenmethodeGlobodera pallida, G. rostochiensis
Institut für Pflanzenzüchtung (IPZ) der LfLKartoffelstämme1737TopfballenmethodeGlobodera pallida, G.rostochiensis