Ökologische Schweinefütterung

Die Fütterung spielt eine zentrale Rolle in der Schweinehaltung, denn sie beeinflusst maßgeblich die Gesundheit und Leistung von Schweinen. Das gilt gleichermaßen für die ökologische und konventionelle Landwirtschaft.
Dennoch weist die ökologische Schweinefütterung in einigen Bereichen spezifische Unterschiede zur konventionellen Fütterung auf:
Bedarfsgerechte Nährstoffversorgung
100 % ökologische Futtermittel
Für Schweine bis 35 kg Lebendmasse gilt bis Ende 2026 noch eine Übergangsregelung, die eine jährliche Zufütterung von bis zu 5 Prozent nichtökologisch erzeugter Eiweißfuttermittel für Ferkel und Läufer erlaubt – bezogen auf die Trockenmasse der Futtermittel landwirtschaftlichen Ursprungs. Laut dem Beschluss der Länderarbeitsgemeinschaft Ökologischer Landbau (LÖK) vom 21. März 2024 wird jedoch empfohlen, den Anteil nichtökologischer Eiweißfuttermittel auf maximal 3 Prozent zu begrenzen. Ab dem 01. Januar 2027 müssen jedoch auch diese Tiere vollständig mit ökologisch erzeugten Futtermitteln versorgt werden.
Umwelt- und Ressourcenschutz
Der "Praxisleitfaden Ökologischen Schweinefütterung"

Der Praxisleitfaden steht zum kostenfreien Download zur Verfügung und kann als Printversion im Online-Shop bestellt werden:
Informationen und Ansprechpartner
LfL - Institut für Tierernährung und Futterwirtschaft
Arbeitsgruppe "Konventionelle und ökologische Schweine- und Geflügelfütterung"
Dr. Elisabeth Beckmüller
Tel.: 08161 8640-7420
E-Mail: elisabeth.beckmueller@LfL.bayern.de
Internet: Institut für Tierernährung und Futterwirtschaft - Schweine- und Geflügelfütterung
Arbeitsschwerpunkt der LfL
Ökologischer Landbau
Die Forschung und Entwicklung zum ökologischen Landbau wird an der LfL seit ihrer Gründung im Jahr 2003 als Querschnittsaufgabe (Arbeitsschwerpunkt) organisiert. An den 9 Instituten der LfL wurden im Zeitraum 2008-2013 rund 50 Forschungsprojekte zum ökologischen Landbau in enger Zusammenarbeit mit ausgewählten Praxisbetrieben und der Ökolandbau-Beratung in Bayern bearbeitet. Mehr