Pressemitteilung – 14. Juli 2026, Freising, München
Digitalisierung in der Landwirtschaft: HSWT und LfL im Bayerischen Landtag

Die Digitalisierung ist ein entscheidender Treiber für die Zukunft der Landwirtschaft. Das zeigte ein Fachgespräch im Bayerischen Landtag, bei dem Expertinnen und Experten der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) und Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) zentrale Entwicklungen, Chancen und Risiken diskutierten.

Vier Personen auf einem Foto bei dem Besuch im LandtagZoombild vorhanden

Die Expertinnen und Experten der HSWT und LfL beim Fachgespräch im Bayerischen Landtag (Foto: HSWT / LfL).

Im Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus des Bayerischen Landtags stand am 8. Juli 2026 die Frage im Mittelpunkt, wie digitale Verfahren die Landwirtschaft künftig unterstützen können. Das Fachgespräch beleuchtete Einsatzfelder, ökonomische Effekte sowie Chancen und Risiken digitaler Technologien.

Eingeladen waren Prof. Dr. Florian Haselbeck, HTA-Professor für Smart Farming an der Fakultät Nachhaltige Agrar- und Energiesysteme (HSWT), PD Dr. Markus Gandorfer, Leiter der LfL-ILT Arbeitsgruppe Digital Farming, sowie Dr. Isabella Lorenzini, Projektleiterin des Experimentierfeldes "DigiMilchPro" an der LfL. Sie stellten drei Themenfelder vor: der Einsatz von digitalen Technologien in der Bayerischen Landwirtschaft (PD Dr. Gandorfer), die Digitalisierung in der Innenwirtschaft bzw. Tierhaltung (Dr. Lorenzini) und die Rolle von KI in der Landwirtschaft (Prof. Dr. Haselbeck).

Forschung, Lehre und Praxis verzahnen

Gemeinsam mit der LfL wurde deutlich, wie wichtig die Verzahnung von Forschung, Lehre und Praxis ist. Professor Haselbeck ordnete Begriffe rund um das Thema KI wissenschaftlich ein und zeigte anhand von Beispielen aus Forschung und Lehre, wie die HSWT am Campus Weihenstephan dieses Zukunftsthema vorantreibt. Dazu zählen unter anderem das Forschungsprojekt PeroHop 4.0, das digitale und KI-gestützte Lösungen zur Optimierung von Hopfenproduktion und -verarbeitung entwickelt, sowie diverse Module zu Digitalisierung, KI und Robotik in den Studiengängen Agribusiness und Digital Farming.

Dr. Markus Gandorfer stellte dar, an welchen Stellen Digitalisierung bereits heute eine wichtige Rolle spielt – von präzisen Entscheidungswerkzeugen im Pflanzenbau über automatisierte Datenerfassung bis hin zu digitalen Assistenzsystemen für Betriebsleitungen. Dr. Isabella Lorenzini präsentierte aktuelle Entwicklungen aus der digitalen Tierhaltung. Anhand des Verbundprojekts "DigiMilchPro" erläuterte sie, wie Sensorik, automatisierte Gesundheitsüberwachung und KI-gestützte Auswertung landwirtschaftliche Betriebe entlasten und die Tiergesundheit verbessern können.

Bürokratie abbauen, Innovation ermöglichen

Die Beiträge der HSWT und der LfL wurden als wertvolle Orientierung für die weitere politische Arbeit gewürdigt. Die Resonanz zeigte: Digitalisierung wird als Chance gesehen, benötigt aber praxistaugliche Lösungen. Die Forschenden betonten, dass digitale Technologien nur dann wirksam werden, wenn sie den Betrieben echte Entlastung bringen.

"Künstliche Intelligenz ist ein Katalysator für die Digitalisierung in der Landwirtschaft. Sie wird Landwirtinnen und Landwirte nicht ersetzen, aber sie kann sie entscheidend unterstützen. Wir sehen große Innovationschancen und wir sind am Campus Weihenstephan in Forschung und Lehre bestens aufgestellt, um diese Zukunft aktiv mitzugestalten", unterstreicht Prof. Dr. Florian Haselbeck.

"Die Ressortforschung ist ein maßgebliches Instrument, um die bayerischen Betriebe durch fundierte Erkenntnisse über digitale Technologien bei Investitionsentscheidungen und deren zielgerichtetem Einsatz zu unterstützen", so Dr. Isabella Lorenzini.


Kontakt für Presseanfragen
Hochschule Weihenstephan-Triesdorf
Amanda Murtezaj
Präsidialbüro
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
T +49 8161 71-6216
presse@hswt.de

Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft
LfL-Pressestelle
Pressesprecher Rainer Winter
Tel. +49 8161 8640-5832
presse@LfL.bayern.de

    Vier Personen auf einem Foto bei dem Besuch im Landtag

    Die Expertinnen und Experten der HSWT und LfL beim Fachgespräch im Bayerischen Landtag (Foto: HSWT / LfL).

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    Die Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) ist das Wissens- und Dienstleistungszentrum für die Landwirtschaft in Bayern. Sie ist dem Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus unmittelbar nachgeordnet und erarbeitet Entscheidungsgrundlagen für Landwirte und Berater sowie die Politik und Verwaltung. Die Hauptstandorte der LfL sind Freising und Grub-Poing. Ihre Aufgabenfelder sind die anwendungsorientierte Forschung, die Ausbildung, die Beratung und der Hoheitsvollzug. Mit Ihrer Arbeit unterstützt die LfL eine nachhaltige und ressourcenschonende Landwirtschaft sowie eine vielfältige Kulturlandschaft.