Pressemitteilung – 10. Juni 2026, Hüll b. Wolnzach
Tag der offenen Tür am Hopfenforschungszentrum Hüll: 100 Jahre Forschung und Innovation

Das Hopfenforschungszentrum in Hüll und die Gesellschaft für Hopfenforschung (GfH) e. V. feiern dieses Jahr ihr 100-jähriges Bestehen. Aus diesem Grund laden am Sonntag, den 21. Juni 2026 die GfH und die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) die Öffentlichkeit zu einem Tag der offenen Tür nach Hüll bei Wolnzach ein.

100 Jahre Hüll MitarbeiterbildZoombild vorhanden

100 Jahre Hüll: Das Hopfenforschungszentrum öffnet am 21. Juni seine Türen.

Die Gesellschaft für Hopfenforschung wurde 1926 aus dem Deutschen Brauer-Bund heraus gegründet, als die bis dahin unbekannte Hopfenkrankheit Peronospora den Hopfenanbau in Deutschland zu vernichten drohte. Aus dem damals erworbenen Hopfenversuchsgut entwickelte sich das heute weltweit führende Hopfenforschungszentrum Hüll. Im Jahr 1974 wurde die Zusammenarbeit zwischen der Gesellschaft für Hopfenforschung und dem Freistaat Bayern mit einem Kooperationsvertrag auf eine neue Basis gestellt. Die GfH-Hopfenforschung wurde in die Landesanstalt für Bodenkultur und Pflanzenbau eingegliedert, als "Abschnitt Hopfen". Dabei wurden die GfH-Mitarbeiter, die in der Forschung tätig waren, von der Landesanstalt angestellt. Der Vertrag bildet auch heute noch die Grundlage für die Zusammenarbeit mit der 2003 gegründeten Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) und ihrem Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung. Hier ist der "Arbeitsbereich Hopfen" die zentrale Institution als Ansprechpartner für alle Fragen rund um das Thema Hopfen.

"Eine praxisnahe Forschung nach den Bedürfnissen der landwirtschaftlichen Praxis und der Brauwirtschaft zu gestalten, war schon immer das Ziel der Zusammenarbeit des Freistaats Bayern mit der Gesellschaft für Hopfenforschung", so LfL-Präsident Stephan Sedlmayer, "dieses Modell der Verknüpfung von Praxis und Wissenschaft hat sich auch für die LfL langjährig bewährt."


Tag der offenen Tür

Alle fünf Forschungsarbeitsgruppen der LfL in Hüll präsentieren den Besuchern neueste Forschungsergebnisse zur nachhaltigen Hopfenproduktion der Zukunft in den Bereichen Hopfenproduktionstechnik, Hopfenzüchtung, Pflanzenschutz, Ökologie, Biodiversität und Analytik und werden in Führungen praxisnahe Einblicke in Ihre Arbeit geben. Vorgestellt werden nicht nur neueste Innovationen und Erkenntnisse im Hopfenbau, sondern auch die genussvollen Ergebnisse der Forschungsarbeit, nämlich Versuchsbiere mit Hüller Zuchtsorten.

Ein Festzeltbetrieb mit der Marktkapelle Wolnzach, Gewinnspiele sowie ein Kinderprogramm runden das fachliche mit einem geselligen Programm für die ganze Familie ab.

Der Tag der offenen Tür in Hüll am 21. Juni 2026 startet um 10.00 Uhr und endet um 16 Uhr.


Festakt

Der offizielle Festakt zum Jubiläum findet am Samstag, den 20. Juni 2026 ab 18 Uhr für geladene Gäste aus Politik, Verbänden und Praxis statt. Hierzu wird auch die bayrische Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber erwartet. Vertreter der Presse sind herzlich eingeladen.

Das Programm am Samstag startet mit einem Symposium ab 13:00 Uhr. Nach Fachvorträgen werden ab 16:00 Uhr Fachexkursionen angeboten:
• Hopsteiner Mainburg (Züchtung, Vermehrung, Verarbeitung)
• Biodiversitätslehrpfad Eichelberg (IGN)
• Von der Hopfenforschung in die Hopfenpraxis (Betrieb Schönauer, Hopfenring)
• Hopfenveredelung (Betriebsbesichtigung)

Hinweis für die Presse:
Aus organisatorischen Gründen werden Medienvertreter gebeten, sich für eine Teilnahme am Festakt vorab über presse@LfL.bayern.de anzumelden.

Weitere Informationen zur Veranstaltung:

Luftbildaufnahme Hopfenforschungszentrum Hüll mit allen Gebäuden

Aus dem 1926 erworbenen Hopfenversuchsgut entwickelte sich das heute weltweit führende Hopfenforschungszentrum Hüll.

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Gewächshaus mit Hopfen

Neue Innovationen und Erkenntnisse im Hopfenbau werden beim Tag der offenen Tür vorgestellt.

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Infowagen

Die LfL präsentiert ihre fünf Forschungsabteilungen für den Hopfen.

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Mann schaut durch Mikroskop, Frau erläutert

Die Besucherinnen und Besucher erwarten praxisnahe Einblicke in die Forschungsarbeit.

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Personen lassen sich in einem Gewächshaus Hopfenpflanzen

Das Hopfenforschungszentrum präsentiert aktuelle Forschungsarbeiten und gibt Einblicke in die Entwicklung zukunftsorientierter Strategien für den Hopfenbau.

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Bonitur des Peronospora-Befalls im Öko-Hopfengarten mit vier Personen auf der Boniturkanzel

Die Hopfenkrankheit Peronospora wir nach wie vor am Hopfenforschungszentrum überwacht.

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Die Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) ist das Wissens- und Dienstleistungszentrum für die Landwirtschaft in Bayern. Sie ist dem Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus unmittelbar nachgeordnet und erarbeitet Entscheidungsgrundlagen für Landwirte und Berater sowie die Politik und Verwaltung. Die Hauptstandorte der LfL sind Freising und Grub-Poing. Ihre Aufgabenfelder sind die anwendungsorientierte Forschung, die Ausbildung, die Beratung und der Hoheitsvollzug. Mit Ihrer Arbeit unterstützt die LfL eine nachhaltige und ressourcenschonende Landwirtschaft sowie eine vielfältige Kulturlandschaft.