Bildung ist bedeutsame Aufgabe der LfL

Das Spektrum der Bildungsaufgaben der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) ist breit. Als zuständige Stelle nach dem Berufsbildungsgesetz nimmt die LfL Vollzugsaufgaben wahr. Außerdem führt sie Lehrgänge im Rahmen der überbetrieblichen Ausbildung sowie zur Vorbereitung auf die Meisterprüfung durch. Von besonderer Bedeutung im Zusammenhang mit den Fortbildungsaufgaben ist die Unterrichtserteilung durch LfL-Lehrkräfte in den angegliederten Fachschulen. Des Weiteren bietet die Landesanstalt eine Vielzahl an Weiterbildungs­maßnahmen an, bei denen über die Ergebnisse der durchgeführten angewandten Agrarforschung und über aktuelle Entwicklungen in der Land- und Ernährungs­wirtschaft informiert wird. Ferner ist auf die Funktion der LfL als Ausbildungs­stätte für die betriebliche Ausbildung der eigenen Lehrlinge hinzuweisen.

Zuständige Stelle

Die zuständige Stelle nach dem Berufsbildungsgesetz ist die LfL für die Ausbildungsberufe

  • Milchtechnologe,
  • Milchwirtschaftliche Laborantin,
  • Pferdewirt,
  • Fischwirtin,
  • Tierwirt für Geflügelhaltung, Schäferei, Rinder- und Schweinehaltung
sowie für die dazugehörigen Meisterqualifikationen. Ferner für die Fachagrarwirte und Fortbildungsberufe in Erneuerbaren Energien, Leistungs- und Qualitätsprüfung in der Tierproduktion, Besamungswesen und Klauenpflege.
Der Aufgabenkatalog umfasst die Bildungsberatung, die Zulassung von Ausbildungsbetrieben und Ausbildern, die Überwachung der Ausbildung und Organisation der Lehrgänge sowie das gesamte Prüfungswesen. Der Zuständigkeitsbereich erstreckt sich auf ganz Bayern. Teilweise werden auch Personen aus anderen Bundesländern, EU-Staaten und der Schweiz qualifiziert. Die administrativen Fäden laufen in Freising in der Abteilung Berufliche Bildung zusammen.
Beste Labormeisterinnen und Labormeister, Milchprinzessin, Laudatoren, LfL-Vertreter.Zoombild vorhanden

Meisterverabschiedung in Triesdorf

Insgesamt betrachtet gibt es bei den Berufen im Zuständigkeitsbereich der LfL derzeit gut 800 Auszubildende. Die Entwicklung der Ausbildungszahlen ist stabil – teilweise sogar leicht ansteigend. Von den 800 Auszubildenden schließen pro Jahr etwa 250 ihre Berufsausbildung erfolgreich ab. Fertige Meister, Techniker und Fachagrarwirte gibt es bei der LfL meistens zwischen 60 und 80 pro Jahr.

Überbetriebliche Ausbildung und Lehrgänge zur Vorbereitung auf die Meisterprüfung

Überbetriebliche Ausbildungsmaßnahmen müssen durchgeführt werden, weil in den Ausbildungsbetrieben zum Beispiel aufgrund der Spezialisierung die gesamte Bandbreite der vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Ausbildungsinhalte nicht abgedeckt werden kann. Die überbetriebliche Ausbildung an der LfL hat insbesondere bei den Ausbildungsberufen der Milchwirtschaft in Kempten und Triesdorf sowie beim Beruf Fischwirt in Starnberg eine große Bedeutung.
Darüber hinaus führt die LfL federführend für Fisch-, Tier- und Pferdewirte Lehrgänge zur Vorbereitung auf die Meisterprüfung in diesen Berufen durch. Unter anderem geht es dabei auch um die Meistervorbereitung im berufs- und arbeitspädagogischen Prüfungsteil.

Fachschulunterricht

Arbeitsunterweisungsübung im Rahmen der Meisterqualifikation.Zoombild vorhanden

Unterweisungs­übung im Rahmen der Meister­qualifikation

Den Unterricht erteilen Lehrkräfte der LfL in den angegliederten zweisemestrigen Fachschulen für Agrarwirtschaft der Fachrichtungen Milchwirtschaft und Molkereiwesen in Kempten sowie für Milchwirtschaftliches Laborwesen in Triesdorf. In Verbindung mit diesen Fachschulen wird die Meisterqualifikation in den milchwirtschaftlichen Berufen durchgeführt. In Kempten sind die LfL-Lehrer auch für die Unterrichtserteilung an der zweijährigen Technikerschule für Agrarwirtschaft, Fachrichtung Milchwirtschaft und Molkereiwesen zuständig. Bei der Fachschule für Milchwirtschaftliches Laborwesen in Triesdorf und der Schule für die Molkereitechniker in Kempten handelt es sich bundesweit um die einzigen Bildungseinrichtungen.
Mit insgesamt über 70 jungen Männern und Frauen sind die Schulen in Kempten und in Triesdorf derzeit gut belegt. Die rund 50 Meister und Techniker, die pro Jahr dort ihre Fortbildung abschließen, bilden das gehobene Management in der Molkereiwirtschaft.

Weiterbildung

Die Weiterbildungsmaßnahmen der LfL richten sich an Betriebsleiter, Fach- und Führungskräfte etc. Informiert wird in Form von Tagungen und Info-Veranstaltungen, Seminaren und Workshops sowie Vorträgen und Kolloquien. Das Themenspektrum ist sehr vielfältig. Bei den Weiterbildungsangeboten der Institute geht es insbesondere um den Wissenstransfer von Forschungs­ergebnissen aus den jeweiligen Arbeitsbereichen und interdisziplinären Arbeitsschwerpunkten. Von der Abteilung Berufliche Bildung werden Ausbildertagungen und Prüferschulungen durchgeführt. Darüber hinaus bieten die milchwirtschaftlichen Lehr-, Versuchs- und Fachzentren in Kempten und Triesdorf Weiterbildungsmaßnahmen für Fach- und Führungskräfte in milchwirtschaftlichen Unternehmen in Zusammenarbeit mit Fachverbänden an.

LfL als Ausbildungsstätte

Die Ausbildung bei der LfL erfolgt in den Agrarberufen Milchwirtschaftlicher Laborant an den milchwirtschaftlichen Lehr-, Versuchs- und Fachzentren, Fischwirt am Institut für Fischerei und Pflanzentechnologe am Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung. Außerdem wird zum Feinwerkmechaniker am Institut für Landtechnik und Tierhaltung ausgebildet.
Derzeit gibt es 18 Auszubildende an der LfL. Wer bei der LfL seine Lehre absolviert, wird bestens ausgebildet. Oft erhalten die Berufs­absolventen aufgrund ihrer guten Leistungen bei den Abschluss­prüfungen Auszeichnungen.