Pressemitteilung – 21. September 2026, Freising, Weihenstephan
Bayerns beste Braugersten des Erntejahres 2026 ausgezeichnet
Bayerischer Braugerstenwettbewerb führt Tradition der Moosburger Braugerstenschau fort. LfL-Präsident Stephan Sedlmayer würdigt herausragende Leistungen der Erzeuger.
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Die Organisatoren des Bayerischen Braugerstenwettbewerbs präsentieren sich der Presse (Foto: LfL/Winter).
Die Sieger des Bayerischen Braugerstenwettbewerbs 2026 stehen fest. Nach der Untersuchung der eingereichten Erzeuger- und Handelsmuster durch die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) und der anschließenden Bonitierung durch die Preisrichterinnen und Preisrichter wurden die erfolgreichen Teilnehmer im Rahmen einer Pressekonferenz im Museum „Ursprung des Bieres“ der Bayerischen Staatsbrauerei Weihenstephan ausgezeichnet.
Der Bayerische Braugerstenwettbewerb knüpft an eine lange Tradition an. Über viele Jahre hinweg war die Braugerstenausstellung des Gerstenbauverbands Moosburg mit der Prämierung der besten Erzeuger- und Handelsmuster ein fester Bestandteil des bayerischen Braugerstenbaus. Nachdem die letzte Braugerstenausstellung in Moosburg im Jahr 2025 stattgefunden hatte, wird der Wettbewerb seit diesem Jahr in neuer Form fortgeführt. Die Organisation liegt nun gemeinsam beim Verein zur Förderung des bayerischen Qualitätsgerstenbaues und der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft.
Zahlreiche Braugerstenerzeuger sowie Braugetreideerfasser und Mälzereien waren dem Aufruf gefolgt und hatten Muster der Ernte 2026 zum Wettbewerb eingereicht. Nach der analytischen Untersuchung durch die LfL wurden die Erzeuger- und Handelsmuster von erfahrenen Preisrichterinnen und Preisrichtern fachlich bewertet. Erzeuger- und Handelsmuster werden dabei getrennt beurteilt und prämiert.
Anerkennung für das Können der Landwirte auf dem Acker
Die Auszeichnung der erfolgreichen Braugerstenerzeuger nahm Stephan Sedlmayer, Präsident der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft, im Rahmen der Pressekonferenz vor. „Die prämierten Braugersten stehen für eine herausragende Qualität und vor allem für die hervorragende Arbeit unserer Landwirtinnen und Landwirte. Qualitätsbraugerste zu erzeugen, verlangt viel Fachwissen, Erfahrung und ein gutes Gespür für Boden, Bestand und Witterung. Gerade ein anspruchsvolles Anbaujahr zeigt, was unsere bayerischen Braugerstenerzeuger leisten. Dafür gebühren den Preisträgerinnen und Preisträgern unsere Anerkennung und unser herzlicher Glückwunsch“, würdigt Sedlmayer die erfolgreichen Erzeuger.
Die prämierten Muster machen zugleich deutlich, welche Bedeutung hochwertige heimische Rohstoffe für die gesamte Wertschöpfungskette haben. Bayerische Braugerste bildet die Grundlage für hochwertiges Malz und gemeinsam mit Hopfen und Wasser für die Vielfalt und Qualität bayerischer Biere nach dem Bayerischen Reinheitsgebot.
Fachkritik nimmt die Braugerstenernte 2026 unter die Lupe
Mit besonderem Interesse wurde in diesem Jahr auch die traditionelle „Fachkritik“ von Dr. Markus Herz von der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft erwartet. Darin beleuchtete Herz die Qualitäten und Erntemengen der Braugerstenernte 2026 in den verschiedenen Anbauregionen Bayerns und ordnete die Ergebnisse fachlich ein.
Besondere Aufmerksamkeit galt dabei den Auswirkungen des Witterungsverlaufs während der Vegetationszeit. Trockenheit und Rekord-Hitzetage hatten die Entwicklung der Bestände begleitet und bereits während des Anbaujahres die Frage aufgeworfen, wie sich diese Bedingungen auf Ertrag und insbesondere auf die für die Vermälzung und das Brauen entscheidenden Qualitätsparameter auswirken würden.
Die Ergebnisse der Ernte und die Bewertung der Wettbewerbsmuster liefern damit nicht nur einen Blick auf die besten Braugersten des Jahrgangs. Sie geben zugleich wichtige Hinweise darauf, wie der bayerische Qualitätsgerstenbau mit zunehmend herausfordernden Witterungsbedingungen zurechtkommt.
Die Sieger aus den einzelnen Regionen wurden bei der Pressekonferenz durch LfL-Präsident Stephan Sedlmayer ausgezeichnet. Die gemeinsame Ehrung der Sieger des Bayerischen Braugerstenwettbewerbs erfolgt beim Bayerischen Braugerstentag, der am 27. November 2026 in München stattfindet.
Mit der Fortführung des Wettbewerbs wollen der Verein zur Förderung des bayerischen Qualitätsgerstenbaues und die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft nicht nur eine bewährte Tradition erhalten. Der Wettbewerb soll auch künftig zeigen, welche Qualität auf Bayerns Feldern wächst, sowie die Menschen würdigen, die mit ihrem Können und ihrer Arbeit dafür sorgen.
Erzeugermustersieger der Landkreise:
I. Preis:
Siegfried Huber, LKR EBE, Sorte Amidala
Markus Föstl, LKR EI, Sorte Amidala
Balthasar Huber, LKR M, Sorte Amidala
Marco Nickel, LKR FS, Sorte Amidala
Bernhard Mayr, LKR ED, Sorte Amidala
Alois Seemeier, LKR PAF, Sorte Avalon
Georg Votz, LKR TS, Sorte Amidala
Josef Brandmair, LKR DAH, Sorte Amidala
II. Preis:
Kathrin Hammerl, LKR KEH, Sorte Lexy
Stefan Stadler, LKR AÖ, Sorte Amidala
III. Preis:
Johannes Geier, LKR LL, Sorte LG Caruso
Andreas Fanderl, LKR NM, Sorte Lexy
Katharina Haas, LKR IN, Sorte Amidala
Handelsmustersieger der Landkreise:
I. Preis:
BayWa AG, LKR TS, Sorte Amidala
III. Preis:
BayWa AG, LKR FS, Sorte Caruso
Robert Weinhuber, LKR ED, Sorte KWS Donau
Downloads:
Die Organisatoren des Bayerischen Braugerstenwettbewerbs präsentieren sich der Presse: Stephan Sedlmayer, Präsident der LfL; Dr. Markus Herz, Braugerstenexperte der LfL; Prof. Dr. Josef Schrädler, Direktor Bayr. Staatsbrauerei Weihenstephan; Walter König, Förderverein Braugerste Bayern; Tobias Zollo, Braumeister Bayr. Staatsbrauerei Weihenstephan; Michael Gutmann, Vorsitzender Förderverein Braugeste Bayern und Geschäftsführer Brauerei Gutmann. (Foto: LfL/Winter)
Die Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) ist das Wissens- und Dienstleistungszentrum für die Landwirtschaft in Bayern. Sie ist dem Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus unmittelbar nachgeordnet und erarbeitet Entscheidungsgrundlagen für Landwirte und Berater sowie die Politik und Verwaltung. Die Hauptstandorte der LfL sind Freising und Grub-Poing. Ihre Aufgabenfelder sind die anwendungsorientierte Forschung, die Ausbildung, die Beratung und der Hoheitsvollzug. Mit Ihrer Arbeit unterstützt die LfL eine nachhaltige und ressourcenschonende Landwirtschaft sowie eine vielfältige Kulturlandschaft.

