Wildtiermanagement
Schutztiere für die Gehegewildhaltung

Esel als Herdenschutztier in einem Gehege im Bayerischen Wald. Foto: Manfred Wölfl, StMUG

Foto: Manfred Wölfl, LfU

Bestimmte sogenannte Schutztiere schützen scheinbar nicht nur Schafherden vor Beutegreifern, sondern auch Wild in Gehegen.

Bislang existieren noch keine Erfahrungen mit Herdenschutzhunden in Wildgehegen. In Bayern sind zwei Gehege bekannt, in denen Esel erfolgreich zum Schutz gegen Luchse eingesetzt werden. Generell eignen sich sowohl Lamas als auch Esel als Schutztiere für Gehegewild.
Es sollte jedoch bedacht werden, dass es keine Garantie für die permanente Aufmerksamkeit der Herdenschutztiere gibt. Sie können daher vor allem in größeren Gehegen nicht mit der Sicherheit einer Elektrifizierung konkurrieren. Eine ausführliche Beschreibung der einzelnen Herdenschutztiere ist dem entsprechenden Abschnitt im Kapitel Schafe und Ziegen zu entnehmen.
An dieser Stelle sei lediglich auf zwei Einschränkungen für ihren Einsatz in Gehegen hingewiesen:

Esel

Die Richtlinien für Wildgehege in Bayern erlauben die Vergesellschaftung mit Equiden nur außerhalb der Brunft- und Setzzeit. Während dieser Zeit muss somit eine anderweitige Unterbringung bzw. Abtrennung des Esels möglich sein.

Lamas

Der Besatz mit Neuweltkameliden ist in Bayern nach den aktuellen Richtlinien für Wildgehege zwar nicht ausdrücklich verboten, sollte aber bei Interesse mit dem zuständigen Landratsamt abgeklärt werden, weil diese bisher bei den zur permanenten Vergesellschaftung zulässigen Arten nicht erwähnt sind.

Mehr zum Thema

Verbesserter Schutz durch eine angepasste Gehegeeinzäunung

Die Wahrscheinlichkeit eines Übergriffes auf Gehegewild lässt sich durch eine angepasste Einzäunung erheblich verringern. Der Artikel erläutert die verschiedenen Schutzvarianten, die hierfür geeignet sind. Mehr