Sojabohnen

1. Herstellung

Sojabohnen
Im Jahr 2011 wurden in Bayern rund 3000 ha Sojabohnen angebaut. Der Anbau konzentriert sich rund um die Verarbeitungsstätten in Augsburg und Mühldorf. In Versuchen haben sich mittlere Erträge von 33 dt/ha ergeben.
Sofern die Bohnen nicht zur Ölnutzung verwendet werden, können sie auch direkt verfüttert werden

2. Inhaltsstoffe pro kg TM im vgl. zu Sojaextraktionsschrot (nach Gruber Tabelle 2017)

 ganze SojabohnenSojaextr.-Schrot (44 % XP)
Trockenmasse [g]935880
Rohasche [g]5367
Rohprotein [g]400500
nXP [g]198291
UDP [%]2030
Lysin [g]24,630,6
Methionin [g]5,46,8
NEL [MJ]9,98,6
ME [MJ]15,913,8
Stärke und Zucker [g]137178
Rohfett [g]20314
Rohfaser [g]6268
Kalzium [g]2,93,1
Phosphor [g]7,17,0
Natrium [g]0,20,2
Kalium [g]19,922,0

3. Beachte

  • Da der Wiederkäuer aufgenommenes Protein weitgehend im Pansen zu Ammoniak abbaut, ist der Einsatz nicht getoasteter Sojabohnen grundsätzlich möglich.
  • Bei der Mineralfutterergänzung ist zu beachten, dass Sojabohnen (und auch Sojaextraktionsschrot) deutlich weniger Kalzium als Rapsextraktionsschrot enthalten.
  • Begrenzend für den Einsatz von Sojabohnen (Fettgehalt ca. 20%) ist der Gehalt der Gesamtration an Rohfett (nicht über 4 % in der TM).
  • Ganze Bohnen sind länger lagerfähig.

4. Einsatzempfehlungen

NutzungsrichtungEinsatzempfehlungerprobte Höchstmenge
Aufzuchtrind, Fresser15 % im Kraftfutter35 % im Kraftfutter
Milchkuhbis zu 1,5 kg / Tier und Tag3 kg / Tier und Tag
Mastrinder ab 200 kgbis zu 30 % im Kraftfutte0,2 kg / 100 kg Lebendgewicht