Häufige Fragen zum Japankäfer
FAQ Japankäfer: Schäden und Bekämpfung

Welche Pflanzen befällt der Japankäfer und welche Schäden kann er verursachen? Wie wird der Schädling bekämpft und was kann jeder Einzelne dazu beitragen? Hier finden Sie die wichtigsten Fragen und Antworten zu Schadbildern, Bekämpfungsmaßnahmen und Möglichkeiten, einem Befall vorzubeugen.

Welche Pflanzen befällt der Japankäfer?

Der Japankäfer befällt über 400 verschiedene Pflanzenarten. Dazu gehören zahlreiche Obst-, Gemüse- und Ackerkulturen sowie Weinreben, Rosen, Laubgehölze und viele weitere Zier- und Wildpflanzen.

Japankäfer: Einen Befall erkennen (Erkennungsmerkmale, Schadbild und Wirtspflanzen)

Welche Schäden verursacht er?

Die erwachsenen Käfer fressen das Blattgewebe zwischen den Blattadern, sodass nur die Blattadern zurückbleiben. Dieses typische Schadbild wird als „Skelettierfraß“ bezeichnet. Stark geschädigte Blätter verfärben sich braun und sterben ab. Auch Blüten und Früchte werden von den Japankäfern angefressen.
Die Larven (Engerlinge) leben im Boden und ernähren sich vor allem von den Wurzeln von Gräsern. Dadurch können sowohl landwirtschaftliche Kulturen als auch Grünflächen, Gärten, Parks und Sportplätze geschädigt werden.

Japankäfer: Einen Befall erkennen (Erkennungsmerkmale, Schadbild und Wirtspflanzen)

Welche Maßnahmen werden nach einem Nachweis des Japankäfers ergriffen?

Wird ein Befall mit dem Japankäfer festgestellt, dann wird ein abgegrenztes Gebiet (Quarantänezone) eingerichtet. Zuständig sind die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) für das Offenland sowie die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) für Waldflächen. Ziel ist es, den Schädling zu bekämpfen und dauerhaft auszurotten. Innerhalb des abgegrenzten Gebiets werden dafür Überwachungs- und Bekämpfungsmaßnahmen umgesetzt. Zusätzlich gelten besondere Regelungen, um eine Verschleppung des Japankäfers in bisher befallsfreie Gebiete zu verhindern.

Welche Bekämpfungsmöglichkeiten gibt es?

Im abgegrenzten Gebiet kommen je nach Befallssituation verschiedene Maßnahmen zur Bekämpfung des Japankäfers zum Einsatz. Adulte Käfer können beispielsweise mit Pheromonfallen in großer Zahl gefangen werden. Gegen die Larven im Boden können parasitische Nematoden sowie mechanische Verfahren wie Fräsen oder das Abdecken von Flächen eingesetzt werden.

Wie kann ich als Privatperson dazu beitragen einen Japankäferbefall zu verhindern?

Der Japankäfer wird vor allem unbeabsichtigt durch den Menschen über weite Strecken verbreitet. Kontrollieren Sie deshalb nach Reisen in oder durch Befallsgebiete Ihr Fahrzeug, Wohnmobil oder Gepäck auf mitreisende Käfer. Bringen Sie außerdem keine Pflanzen, Pflanzenteile oder Erde aus betroffenen Gebieten mit.
Wenn Sie einen verdächtigen Käfer entdecken, melden Sie diesen bitte unverzüglich an die LfL.

Zur Japankäfer-Meldeplattform der LfL Externer Link

Kann ich meinen Garten bzw. Grünanlagen vor dem Japankäfer schützen?

Einen vollständigen Schutz vor dem Japankäfer gibt es nicht. Sie können jedoch dazu beitragen, seine Ausbreitung zu verhindern. Kontrollieren Sie gefährdete Pflanzen während der Flugzeit regelmäßig auf Käfer und typische Fraßschäden. Melden Sie einen Verdacht über die Meldeplattform der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft.
Wichtig: Pheromonfallen dürfen nicht von Privatpersonen aufgestellt werden. Sie werden ausschließlich im Rahmen der amtlichen Überwachung und Bekämpfung durch den Pflanzenschutzdienst eingesetzt. Ein unsachgemäßer Einsatz kann Japankäfer anlocken und dadurch ihre Ausbreitung begünstigen.

Zur Japankäfer-Meldeplattform der LfL Externer Link

Kann man den Japankäfer ausrotten?

Ja, sofern ein Befall frühzeitig erkannt wird und sich der Käfer noch nicht großflächig ausgebreitet hat. Ziel aller Maßnahmen ist es, neu auftretende Populationen möglichst vollständig zu tilgen und eine dauerhafte Ansiedlung des Japankäfers zu verhindern. Entscheidend dafür sind eine frühzeitige Meldung von Verdachtsfällen und die konsequente Umsetzung der Bekämpfungsmaßnahmen.

Ansprechpartner
Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft
Institut für Pflanzenschutz
Arbeitsbereich Pflanzengesundheit und Quarantäne
E-Mail: Popillia@LfL.bayern.de