Agrarmärkte
Zucker

Zuckerwürfel
Zucker zählt zu den wichtigsten Welthandelsprodukten. Mit über 30 % wird ein vergleichsweise hoher Anteil der globalen Produktion international gehandelt, der Zuckermarkt ist dadurch sehr stark durch den Welthandel geprägt. Dabei ist der Export auf einige wenige, große Exportländer konzentriert. Gleichzeitig zeichnete sich der Zuckermarkt über viele Jahrzehnte durch einen hohen Grad der Regulierung aus. Innerhalb der Europäischen Union war für lange Zeit die EU-Zuckermarktordnung (ZMO) der bestimmende Faktor. Deren zentrale Bestandteile waren ein Quotensystem zur Regulierung der Produktionsmengen sowie die Etablierung eines wirksamen Außenschutzes.
Ab dem Zuckerwirtschaftsjahr 2017/18 veränderten sich die Rahmenbedingungen der europäischen Zuckerpolitik erneut grundlegend. Das Quotensystem in der EU wurde abgeschafft und die Verpflichtung zur Zahlung des Rübenmindestpreises entfällt. Im Zuge dieser Liberalisierung wird sich auch der europäische Zuckermarkt weit stärker an die Preisentwicklung des Weltmarktes koppeln als bisher. Damit kommen auf alle im Zuckerbereich Engagierten neue Herausforderungen zu.
Die ZMO wurde im Laufe der Zeit wiederholt reformiert, die bis 2017 gültige Marktorganisation galt ab dem Jahr 2006. Ab dem Zuckerwirtschaftsjahr 2017/18 veränderten sich die Rahmenbedingungen der europäischen Zuckerpolitik erneut grundlegend. Das Quotensystem in der EU wurde abgeschafft, damit entfällt die Verpflichtung zur Zahlung des Rübenmindestpreises. Im Zuge dieser Liberalisierung wird sich auch der europäische Zuckermarkt weit stärker an die Preisentwicklung des Weltmarktes koppeln als bisher. Damit kommen auf alle im Zuckerbereich Engagierten neue Herausforderungen zu.

Zuckerrübenanbau in Bayern

Die Schwerpunkte des bayerischen Anbaus liegen im Umfeld der Verarbeitungsstandorte in Unterfranken, Niederbayern sowie Oberbayern und Schwaben. Seit der Ernte 2008 wird nur noch an drei Fabrikstandorten in Bayern verarbeitet (Rain am Lech, Plattling, Ochsenfurt). Das Werk Regensburgwurde nach der Ernte 2007 geschlossen. wurde. Die Rüben des Einzugsgebietes Regensburg wurden auf die Nachbarwerke Rain und Plattling aufgeteilt. Die bayerische Anbaufläche für Zuckerrüben stagnierte seit den 1980er Jahren und entwickelte sich seit dem Jahr 2000 rückläufig. Mit dem Ende der Quoten. Mit dem Ende der Quotenregelung und den neuen Lieferbedingungen wurde der Anbau im Jahr 2017 gegenüber dem historischen Tief im Jahr 2015 um mehr als 40 um mehr als 40 % auf 71.100 ha ausgedehnt. 2019 lag der Anbau bei 68.900 ha.