Agrarmärkte
Rinder

Rinder
Der Weltmarkt für Rindfleisch ist gekennzeichnet durch rückläufige bis stagnierende Bestände, steigende Produktivität und zunehmenden Handel. Die Produktivitätssteigerung entsteht durch die Aufstockung fleischbetonter Rassen, stärkerer Selektion auf Leistung und der Reduktion von Rindern mit geringer Milch- und Fleischleistung. Bei der Bezeichnung "Rinder" ist zu beachten, dass bei der Familie der Bovidae (Hornträger) die Unterfamilie Bovinae (Rinder) die in der Statistik geführten Rinder sind. Diese Unterfamilie gliedert sich wiederum in die in Europa gehaltene Gattung Bos, die eigentlichen Rinder, die Gattung Syncerus (afrikanischer Büffel), Bubalus (asiatischer Büffel) und Bison. Rindfleisch der Gattung asiatischer Büffel nimmt neben Rindfleisch der Gattung Bos einen erheblichen Anteil am weltweit gehandelten Rindfleisch ein, seitdem Indien zum führenden Rindfleischexporteur aufgestiegen ist.

EU-Außenhandel mit Rindfleisch und lebenden Rindern

Seit 2005 hat die EU-28 den Import von 564.517 t auf 306.374 t Rindfleisch und lebende Rinder reduziert. Der Kommissionsstatistik zufolge stieg die Exportmenge von 2013 auf 2014 um 24 %, 2015 um weitere 7 % und 2016 erneut um 17 % gegenüber dem Vorjahr. Auch 2017 hielt dieser Trend weiter an, es wurde ein Plus von 9 % zum Vergleichszeitraum des Vorjahres verzeichnet. Wichtigste Abnehmerländer von europäischem Rindfleisch bzw. lebenden Rindern waren 2017 die Türkei mit einem Anteil von 10,1 %, Hong-Kong (8,3 %), Libanon (6,7 %), Bosnien-Herzegowina (5,5 %), Ghana (5,0 %) und die Schweiz (3,6 %). Insgesamt besteht in der EU-28 seit 2010 ein Exportüberhang an Rindfleisch und lebenden Rindern.