Agrarmärkte
Vieh und Fleisch

herunterhängende Fleischkörper
Das Bevölkerungswachstum und die positive Entwicklung der Weltwirtschaft, verbunden mit einer höheren Kaufkraft für einen größeren Anteil der Weltbevölkerung, kurbeln die weltweite Nachfrage nach Fleisch an. Dementsprechend nimmt auch die Weltfleischerzeugung zu. Seit dem Jahr 2000 beträgt ihr Zuwachs 37 % und erreicht damit eine gesamt Produktionsmenge von 322 Mio. Tonnen Fleisch im Jahr 2017.
Die Produktion ist seit dem Jahr 2000 besonders in Südamerika (+66 %), Afrika (+56 %) und Asien (+43 %) angestiegen. Geringer war der Zuwachs in Nord- und Zentralamerika (26 %), Europa (22%) und Ozeanien (15 %). Auf Kontinenten mit hohem Fleischverbrauch ist auch die Produktion besonders hoch. 41 % der glo-balen Fleischerzeugung findet in Asien statt, 20 % in Europa bzw. 19 % in Nord- und Zentralamerika.

Weltfleischerzeugung 2018

Nach Fleischarten hat global die Erzeugung von Geflügelfleisch mit 38 % den größten Anteil, gefolgt von Schweinefleisch (30 %), Rindfleisch (21 %) sowie Schaf- und Ziegenfleisch (5 %). Die Erzeugung von Geflügelfleisch hat sich seit dem Jahr 2000 fast verdoppelt. Die Schweinefleischproduktion wurde in diesem Zeitraum um 28 % gesteigert, das Wachstum bei Schweinefleisch kann mit dem von Geflügel nicht mithalten. Die Rindfleischproduktion ist seit dem Jahr 2000 um 18 % auf eine Produktionsmenge von 71,6 Mio. t gestiegen. Nicht absehbar sind derzeit die Auswirkungen der Afrikanischen Schweinepest in Asien. Die niederländische Rabobank schätzt einen Einbruch von 25 bis 35 % allein der chinesischen Schweinefleischerzeugung.