Agrarmärkte
Kartoffeln

Kartoffeln
Die Märkte für Kartoffeln sind durch erhebliche jährliche Ertragsschwankungen und durch vielschichtige Verwendungsmöglichkeiten gekennzeichnet. Die Preise für nicht vertragsgebundene Ware variieren von Saison zu Saison stark. Allerdings geht der Anteil nicht vertragsgebundener Ware zurück. Der praktisch nicht mehr vorhandene Markt für Futterkartoffeln kann heute keine Mengenausgleichsfunktion mehr erfüllen. Mengenschwankungen werden vermehrt über den Export und die Verarbeitung zu Trockenprodukten ausgeglichen.
Im April 2020 hat die Ausbreitung der Corona-Pandemie in den Ländern der EU-28 zu einem Zusammenbruch der Märkte geführt, da die Absatzwege für Kartoffelveredelungserzeugnisse (Gastronomie, Gemeinschaftsverpflegung, Export) weitgehend versperrt waren und sind.

Anbauflächen und Erträge von Kartoffeln in Bayern

Anbaufläche und Erträge von Kartoffeln in BayernZoombild vorhanden

Anbaufläche und Erträge von
Kartoffeln in Bayern

Nach Niedersachsen mit rund 44 % der deutschen Kartoffelanbaufläche ist Bayern mit 15,1 % die zweitwichtigste Erzeugungsregion. Seit 1970 ging die Kartoffelanbaufläche jedoch um 81 % von 217.000 ha auf ca. 41.000 ha in 2019 zurück und stagniert seit 6 Jahren.
Mit einer Erntemenge von 1,48 Mio. t im Jahr 2018 und 1,68 Mio. t im Jahr 2019 fuhren die bayerischen Kartoffelerzeuger zwei im bundesdeutschen Vergleich trotz Trockenheit befriedigende Ernten ein. In 2018 wurden 38,4 t/ha, in 2019 40,7 t/ha geerntet.
Im Herbst 2019 hat die LfL eine qualitätsorientierte Vorernteschätzung (65 Proberodungen in Erzeugerringbetrieben) durchgeführt. Über alle Proben hinweg wurde ein mittlerer Rohertrag von 445 dt/ha ermittelt.

Qualitätsvorernteschätzung für Speise- und Veredelungskartoffeln 2019