Agrarmärkte
Getreide

Themenbild Getreide

Beginnend ab 2013/14 bis 2016/17 konnte die Welt vier satte Getreideüberschussjahre verzeichnen. Die vormals engen Jahresendbestände konnten wieder aufgefüllt werden und erreichten Mitte 2017 den bislang höchsten Stand mit knapp 660Mio.t. In den Jahren 2017/18 bis 2019/2020folgten dreiüberwiegend ausgeglichene Bilanzen, so dass sich derzeit die Welt-Getreideendbestände unverändert oberhalb der 600Mio.t-Marke bewegen. Diese Entwicklungen waren begleitet von einem Abwärtstrend der Getreidepreise auf breiter Front. Die Weizenkurse in Chicago fielen über lange Strecken auf einem Niveau unter 500 US-Cent pro Bushel zurück. An der Euronext in Paris (ehemals MATIF) fiel der Kursrückgang bei europäischem Weizen nicht ganz so dramatisch. Er verlor zwar ebenfalls an Wert, notierte aber wegen des ab Ende 2014 deutlich schwächeren Euros gegenüber dem US-Dollar in einem Band zwischen 150 bis 170€/t. Die Schwäche des Euro entpuppte sich in dieser Phase faktisch als Konjunkturprogramm für die europäischen Bauern. Europa konnte in einem noch nie da gewesenen Umfang Getreide exportieren.