EEG-Umlage bei Eigenversorgung mit Photovoltaik(PV)-Anlagen

Schmuckgrafik zur EEG-Umlage bei Eigenverbrauch

Am 01.01.2017 trat die neue Novelle des Gesetzes für den Ausbau erneuerbarer Energien (EEG 2017) in Kraft. Auch in Bezug auf die EEG-Umlage bei Eigenversorgung ergeben sich Änderungen.

Ein bedeutender Baustein der Wirtschaftlichkeit einer PV-Anlage ist häufig die Eigenversorgung mit selbst erzeugtem Strom. Doch Vorsicht: Die EEG-Umlage ist bei Direktvermarktung und Direktlieferung von Strom immer, aber auch bei Eigenversorgung meistens zu zahlen. Das EEG 2017 hält hierbei wieder einige Neuerungen bereit. Was versteht das EEG 2017 überhaupt unter Eigenversorgung, Direktvermarktung und Direktlieferung und wann fällt die EEG-Umlage in welcher Höhe an?

EEG-Umlage bei Eigenversorgung mit PV-Anlagen zum Download

Das Infoblatt erläutert Ihnen die Begriffe Direktvermarktung, Direktlieferung und Eigenversorgung und informiert Sie über die Höhe der EEG-Umlage bei Eigenversorgung. Mittels eines detaillierten Prüfschemas können Sie ermitteln, ob und ggf. in welcher Höhe eine EEG-Umlage anfällt. Darüber hinaus wird ausführlich auf den Begriff der "Bestandsanlage" eingegangen.

Begriffsdefinitionen: Direktvermarktung, Direktlieferung und Eigenversorgung

Direktvermarktung beschreibt die Einspeisung in das Netz der allgemeinen Versorgung und die Belieferung des Abnehmers, der nicht mit dem Anlagenbetreiber identisch ist. Im Gegensatz dazu spricht man von Direktlieferung, wenn der Abnehmer, der nicht mit dem Anlagenbetreiber identisch ist, Strom über eine Direktleitung vor Ort bezieht. Dieser Strom darf dabei nicht über ein öffentliches Netz geleitet werden. Die Eigenversorgung hat nun zusätzlich zur Bedingung, dass Erzeuger und Verbraucher dieselbe (natürliche oder juristische) Person sind und der Strom in unmittelbar räumlichen Zusammenhang ohne Durchleitung durch ein öffentliches Netz zeitgleich zur Erzeugung verbraucht wird.

Höhe der EEG-Umlage bei Eigenversorgung

In Abhängigkeit des Vermarktungsmodells muss ein bestimmter Anteil der EEG-Umlage gezahlt werden. Es können 20 %, 40 %, 100 % oder auch keine EEG-Umlage anfallen. Kleinanlagen von weniger als 10 Kilowatt Peak installierter Leistung können unter bestimmten Umständen von der EEG-Umlage befreit werden. Ein Prüfschema zur Ermittlung der Höhe der EEG-Umlage gibt das Infoblatt zur EEG-Umlage (siehe oben).

Gesetzesgrundlage

Novellierung des Gesetzes für den Ausbau erneuerbare Energien (EEG) zum 01.01.2017; aktuelle Fassung vom 22.12.2016
Am 01.01.2017 trat die neue Novelle des Gesetzes für den Ausbau erneuerbarer Energien (kurz: EEG 2017) in Kraft. § 3 Nr. 16 EEG 2017 gibt eine Definition des Begriffs Direktvermarktung, § 3 Nr. 19 EEG 2017 eine Definition der Eigenversorgung. Die Direktlieferung wird im § 21 Abs. 4 Nr. 2 EEG 2017 beschrieben. Die EEG-Umlage wird ab § 60 ff. EEG 2017 behandelt.

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